Die Nacht der Macht

Die Nacht der Macht (ليلة القدر Lailat-ul-Qadr, Kadir gecesi)

kommt in den letzten 10 Tage des Ramadan – keiner weiß wann diese Nacht ist.

Die türkische Gemeinden legen diesen Tag fest und ist die Nacht

vom 26 auf den 27. August 2011

Die Nacht des 27. Ramadan (bzw. des 26., wenn der Ramadan nur 29 Tage hat,) ist eine ganz besondere, denn in ihr wurden zum ersten Mal Teile des Koran durch den Erzengel Gabriel dem Propheten Muhammad (a.s.) offenbart.

Sie wird auch Nacht der Bestimmung, Nacht des Schicksals oder Qadir-Nacht genannt. Lailat al Qadr, die „Nacht der Bestimmung“ gehört zu den Höhepunkten des Fastenmonats Ramadan und ist gleichzeitig die heiligste Nacht im islamischen Kalender.

Die 97. Sure trägt die Überschrift al-Qadr. Hier folgt die Sure in zwei verschiedenen Übersetzungen:

“Siehe, wir haben ihn in der Nacht el-Qadr geoffenbart. Und was lehrt dich wissen, was die Nacht el-Qadr ist? Die Nacht el-Qadr ist besser als tausend Monde. Hinabsteigen die Engel und der Geist in ihr mit ihres HERRN Erlaubnis zu jeglichem Geheiß. Frieden ist sie bis zum Aufgang der Morgenröte.”

(Sure 97, Übersetzung Max Henning, Reclam 1960)

„Gewiss, WIR sandten ihn in der Nacht von Al-qadr hinab. Und was weißt du, was Al-qadr-Nacht ist? Die Al-qadr-Nacht ist besser als tausend Monate. Die Engel und der Ruhh werden in ihr mit der Zustimmung ihres HERRN wegen jeder Angelegenheit nach und nach hinabgesandt. Salam ist sie bis zum Anbruch der Morgendämmerung.“

(Sure 97, a-Tafsir, Eine philologisch, islamologisch fundierte Erläuterung des Quran-Textes, Amir M. A. Zaidan, ADIB Verlag 2000)

Sure 96 Al-Alaq

Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen!

Lies im Namen deines Herrn, Der erschuf. (1) Er erschuf den Menschen aus einem Blutklumpen. (2) Lies; denn dein Herr ist Allgütig, (3) Der mit dem Schreibrohr lehrt, (4) lehrt den Menschen, was er nicht wußte. (5) Doch nein! Der Mensch übt Gewalttätigkeit, (6) weil er sich im Reichtum sieht. (7) Wahrlich, zu deinem Herrn ist die Heimkehr. (8. Hast du den gesehen, der da verwehrt (9) (Unserem) Diener, daß er betet? (10) Hast du gesehen, ob er auf dem rechten Weg ist (11) oder zur Gerechtigkeit auffordert? (12) Hast du (den) gesehen, der ungläubig ist und sich abwendet? (13) Weiß er nicht, daß Allah (ihn) sieht? (14. Doch nein! Wenn er nicht (davon) abläßt, werden Wir ihn gewiß ergreifen bei der Stirnlocke, (15) der lügenden, sündigen Stirnlocke. (16) So möge er denn seine Mitverschworenen anrufen; (17) Wir werden die Höllenwächter herbeirufen. (18. Doch nein! Gehorche ihm nicht und wirf dich in Anbetung nieder und nahe dich (Allah). (19)

Wie ist diese Sure zu verstehen?

Die ersten fünf Verse dieser Sure sind auch die ersten offenbarten Verse. Der Gesandte Allahs verbrachte sehr viel Zeit in einer Höhle. Er meditierte und verrichtete das Gebet so wie es der Gesandte Abraham vor ihm getan hatte. Als der Botschafter Allahs Mohammed das 40. Lebensjahr erreichte, zog er sich viel öfter zum Meditieren und Beten zurück. Er verbrachte auch eine längere Zeit in der Höhle als bisher.

Nach dem unser Prophet sich für eine Weile hinlegte kam der Erzengel Gabriel zu ihm und befahl: „Lies“. Unser Prophet antwortete daraufhin, dass er nicht lesen könne. Der Engel drückte ihn so fest an sich, dass der Prophet glaubte er würde sterben. Doch der Engel ließ ihn los und befahl ihm zu lesen. Der Gesandte antwortete nochmals, dass er nicht lesen könnte. Er wurde wieder von dem Engel gedrückt beim dritten mal aber las der Engel die ersten fünf Verse vor.

Es ist ohne Zweifel, dass jeder Mensch einen Lehrer braucht. Ohne eine Lehrer wäre es dem Menschen nicht möglich seine Umwelt zu erkennen und zu umschreiben. Der erste, der dem Menschen die Gegenstände, deren Namen dem Menschen beibrachte, war Allah. Er hatte Adam die Namen der Gegenstände beigebracht. Dies ermöglichte dem Menschen Adam, ohne die perfekten Werkzeuge gehabt zu haben, wie die Tiere, die die für ihr Überlegen notwendigen Werkzeuge besaßen, auf dieser Welt zu überleben. Durch Wissen, dass er sich angeeignet hatte, konnte und kann der Mensch diese Werkzeuge herstellen. Das Schreiben hat uns die Möglichkeit gegeben, das angeeignete Wissen weiterzugeben.

Die Maßlosigkeit des Menschen manifestiert sich in dem Glauben, dass der Mensch die Welt beherrsche. Er denkt, dass er aufgrund seiner Machstellung unabhängig und unbesiegbar zu sein. Weswegen er die Existenz eines Schöpfers ablehnt, da er die Macht besitzt alles was ihm beliebt zu tun. Jeder, der dies glaubt wird bald eines besseren belehrt werden.

Abu Jahl gehörte zu jenen Menschen, die sich nicht nur weigerten den Glauben anzunehmen, sondern er gehörte auch zu jenen, die die Verbreitung des Islams mit Gewalt verhindern wollten. Er drohte dem Gesandten ihn zu töten, falls dieser weiterhin an der Kabba das Gebet verrichten sollte. In der Kaaba, im Haus Allahs, das von Abraham und seinem Sohn Ismael erbaut worden war, befanden sich viele Götzen. Wollte Jemand diese Götter um Rat bitten so hatte er eine kleine Gebühr an die Bewacher des Hauses zu bezahlen. Der Gesandte Mohammed betete jedoch keines der Götter an. Sollte sich diese Botschaft in Mekka durchsetzen, wäre wohl die wichtigste Einnahmequelle versiegen.

Allah befiehlt seinem Gesandten nicht auf Abu Jahl zu hören, sondern nur den Einzigen wahren Schöpfer zu preisen.

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