Tag des christlich-islamischen Dialog

11. Juli 2021

am 10.05.2014

Dialogtag 2014

Christen und Muslime leben in Nordrhein-Westfalen – Zeit, einander besser kennenzulernen!

Gelungene Premiere: Der erste Tag des christlich-islamischen Dialogs

am 10. Mai 2014 im Seidenweberhaus in Krefeld

1200 Besucher kamen trotz strömenden Regens zum ersten „Tag des christlich-islamischen Dialogs“ nach Krefeld. Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, hatte die Schirmherrschaft übernommen. Sylvia Löhrmann, stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, eröffnete die Veranstaltung im Seidenweberhaus mit den Worten: „Eine Veranstaltung dieser Art war längst überfällig! Die Gemeinsamkeiten und der Austausch über die Religionen sind ein wichtiger Baustein zum Funktionieren unserer Gesellschaft.“ Krefelds Oberbürgermeister Gregor Kathstede betonte die jahrhundertelange Tradition religiöser Vielfalt in seiner Stadt und freute sich, dass Nordrhein-Westfalen von Aachen bis Münster, von Paderborn bis Bonn in Krefeld zu Gast war. Wilhelm Sabri Hoffmann und Dr. Thomas Lemmen von der Veranstalterin, der Christlich-Islamischen Gesellschaft, fühlten sich in ihrer These bestätigt: „Zum christlich-islamischen Dialog gibt es keine Alternative.“ Weihbischof Dr. Johannes Bündgens, Präses Manfred Rekowski und Aiman Mazyek diskutierten die Bedeutung der Religion in der modernen Gesellschaft.

Überall leben Muslime und Christen Tür an Tür. Berührungspunkte gibt es im Alltag und in der Nachbarschaft. Kinder gehen gemeinsam zur Schule, Eltern haben die gleichen Sorgen, als Kolleginnen und Kollegen begegnet man sich im Beruf – doch selten findet ein direkter Austausch statt. Oft hat sich ein Bild vom anderen gebildet, das wenig mit der Realität zu tun hat und nicht selten von Vor- und Fehlurteilen geprägt ist. Gelebte Vielfalt wird kaum wahrgenommen. Der landesweite, erste „Tag des christlich-islamischen Dialogs“ gab Gelegenheit, das zu ändern: 60 verschiedene Einzelveranstaltungen zu Themen von Seelsorge im Krankenhaus, Jugend- und Elternarbeit bis zu Extremismusfragen. Workshops zu christlicher und islamischer Mystik oder Koran-Bibel-Meditationen rundeten das Angebot ab. Mehr als 30 Initiativen aus ganz Nordrhein-Westfalen stellten ihre Projektarbeit vor, Pater Bickel bezauberte die jungen Gäste, trotz Regen wagten einige christlich-muslimische Teams das Klettern auf der Himmelsleiter und um Punkt 13 Uhr stiegen 500 Luftballons mit guten Wünschen in den Himmel. 150 Mitwirkende und rund 100 freiwillige Helfer trugen dazu bei, das die Teilnehmer und Teilnehmerinnen begeistert meinten: „Es war super. Bunt, lebendig, mit andächtigen Momenten und viel Austausch. Wann gibt es den nächsten Tag des Dialogs?“

Manuskript für den Vortrag im April 2014 in der Martin-Luther-Kirche.

11. Juli 2021

Warum macht das Gott? – oder warum erlaubt das Gott?

Vorstellung:

Elisabeth Mariam Müller, 81 Jahre alt, verheiratet seit 59 Jahren mit Hans – Joachim Müller, der Christ ist.

Bin 1972 aus der kath. Kirche ausgetreten und war bis 2002 auf der Suche. Bin fast nie aus einem Buchladen gekommen, ohne ein Buch über Gott oder Religionen gekauft zu haben und durch viel lesen und Studium der Religionen war ich vom Islam fasziniert und wie Christine Backer es beschrieb, „Den Islam habe ich als Weg des Herzens kennen gelernt, das gilt nach wie vor bis heute, obschon ich durch die Konversation nicht immer gute Erfahrungen mit meiner Umgebung gemacht habe.

Aber ich würde diesen Schritt immer wieder machen.

Vortag April 2014 in der Martin-Luther-Kirche, Köln Süd

Gott ist das Licht der Himmel und der Erde. Das Gleichnis Seines Lichtes ist das einer Nische in der eine Lampe brennt, eine Lampe in einem Glas, und das Glas funkelt wie ein Stern, angezündet von einem gesegneten Baum, einen Ölbaum, weder östlich noch westlich, dessen Öl beinah leuchtet, auch wenn kein Feuer es berührt – Licht über Licht! Gott leitet zu Seinem Licht, wen er will. und Gott prägt die Gleichnisse für die Menschen und Gott ist aller Dinge wissend.

Warum macht das Gott? – oder warum erlaubt das Gott?

Lange habe ich über das Thema nachgedacht und will einfach kurz meine Gedanken dazu wieder geben.

Wir Muslime sagen bei jeder Gelegenheit:

Im Namen Gottes, dem Allerbarmer, dem Barmherzigen!

Jeden Tag erinnern wir uns daran, dass Gott es ist der uns begleitet, oder wie es im Koran steht: ER ist uns näher als die Halsschlagader. Er ist es, der uns nach dem Ungehorsam von Adam und Eva vom Garten Eden, oder Paradies, auf die Erde entlassen hat und gesagt hat,

„Hinunter mit Euch, ……………ihr sollt auf Erden eure Bleibe und euren Lebensunterhalt für eine Weile haben. Sure 2-30.

„Daraufhin empfing Adam Worte der Rechtleitung von seinem ERHALTER und Gott nahm seine Reue an, denn wahrlich, ER allein ist der Reueannehmer , der Gnadenspender“

„Denn obwohl WIR sagten: Hinunter mit euch allen von diesem Zustand, wird dennoch Rechtleitung von MIR zu euch kommen, und jene die MEINE Rechtleitung folgen brauchen keine Furcht zu haben.

Die Frage nun warum macht das Gott?, er hat zwar eine Ungehorsamkeit bestraft, aber Gott hat die Menschen nicht verführt, dass Adam und Eva Unrechtes getan haben. Das waren die Beiden selber, oder anders, wenn wir Falsches tun, wenn uns Unglücke passieren, so denke ich, kommt es nicht von Gott. Sondern von uns selber.

Er hat uns nach unten geschickt, er hat uns eine Erde geschenkt, die wunderschön ist. Die so wunderschön ist, dass man nur dankbar sein kann, man muss es nur sehen wollen.

All die Wunder, die ER jeden Tag vollbringt, muss man sehen um IHM danken. Er hat uns die Erde überlassen, auf der wir gut leben sollen und mit dem Geschenk auch gut umgehen sollen.

Aber tun wir das immer?

Gott, so habe ich gesagt, liebt die Menschen, und wenn man liebt, dann schickt man nicht Unheil über die Menschen, ich denke Unheil kommt von uns selber.

ER hat uns in den heiligen Büchern: Thora, Bibel und Koran vielfach dazu aufgerufen, seinen Worten zu folgen und sein Leben auf Gott auszurichten und versuchen uns von Sünden und Falschheit zu entfernen,

Das diesbezügliche Dogma heißt 

„Gott hilft denjenigen, die sich bemühen und die an IHN glauben. Die Ungläubigen überlässt er sich selbst.

In Sura 4-83 sagt Gott zu uns: „Wäre nicht Gottes Huld auf Euch und Sein Erbarmen, so wäret ihr – bis auf wenige – dem Satan gefolgt.

Im Koran steht:

4:79: Was dich an Gutem trifft, ist von Allah, und was dich an Bösem trifft, ist von dir selbst. Und Wir haben dich als Gesandten für die Menschen3 gesandt. Und Allah genügt als Zeuge.

Der Vers bezieht sich auf den Propheten in seiner Gesandtenfunktion – aber das gilt auch für uns!

Und diese Frage in Bezug zur Armut und Leid in der Welt – wie sieht ER diese Verse?

23:62: Wir erlegen keiner Seele mehr auf, als sie zu leisten vermag. Und bei Uns ist ein Buch, das die Wahrheit redet, und es wird ihnen kein Unrecht zugefügt.

6:152:Wir erlegen keiner Seele mehr auf, als sie zu leisten vermag.

7:42:Diejenigen aber, die glauben und rechtschaffene Werke tun – Wir erlegen keiner Seele mehr auf, als sie zu leisten vermag -, jene sind Insassen des (Paradies)gartens. Ewig werden sie darin bleiben.

Gott ist gerecht, und damit Er Seine Gerechtigkeit ausüben kann, gibt es im Islam das Prinzip der Verantwortlichkeit. Die Menschen, welche Gutes tun, werden belohnt, und diejenigen, welche schlechte Dinge tun, entsprechend bestraft. Deshalb hat Er das Paradies und die Hölle geschaffen, in die der Mensch unter bestimmten Voraussetzungen gelangt.
Die Muslime wissen, dass das gegenwärtige Leben nur von kurzer Dauer ist und dass darauf ein anderes folgt. Das diesseitige Leben ist eine Prüfung, und wenn wir diese Prüfung bestehen, wird uns ein ewiges Leben der Glückseligkeit in der Gemeinschaft von aufrichtigen Menschen im Paradies zuteil.

Der Koran (99:7-8) sagt klar:

„Und wer das Gewicht eines Sonnenstäubchens an Gutem tut, er sieht es. Und wer das Gewicht eines Sonnenstäubchens an Schlechtem tut, er sieht es.“ Damit ist gemeint, daß die Menschen, die nicht glauben, aber auf dieser Welt Gutes getan haben, aufgrund ihrer guten Taten im Diesseits belohnt werden. Die Menschen dagegen, die Muslime sind und Gutes tun, werden nicht nur im Diesseits, sondern auch im Jenseits belohnt werden. Das endgültige Urteil steht jedoch allein Gott zu (Koran 2:62). Die Sünde der Mitgötterei hingegen will Gott nicht verzeihen (Koran 4:48,116).

Wort Dschihad, welches „Anstrengung“ oder genauer „sich auf dem Wege Gottes anstrengen“

Wort Scharia, ist der Weg zur Wasserquelle, also Weg zu Gott.

Der Islam ist die Religion des Friedens und der Hingabe an Gott und legt Wert auf die Unverletzlichkeit des menschlichen Lebens. Ein Vers im Koran sagt: „… wer er eine Seele tötet, – nicht wegen einer Seele oder Verderbenstiften auf der Erde, – es dann so ist, als habe er die Menschheit insgesamt getötet…“ (Koran 5:32). (Deswegen haben wir verordnet, dass wenn irgendeiner einen Menschen tötet – es sei denn (als Strafe) für Mord oder für Verbreiten von Verderbnis auf Erden -, es sein soll, als ob er alle Menschheit getötet hätte, während irgendeiner ein Leben rettet, es sein soll, als ob er aller Menschheit das Leben gerettet hätte. ) Kain und Abel

Der Koran, es gibt für mich auf der Welt kein anderes Buch, weder von einem arabischen, persischen, indischen oder griechischen Verfasser, das auf diese Weise lehrt und bekennt, dass es nur den einen Gott gibt, das in dieser Art Gott preist, den Glauben befiehlt und Böses verbietet, das Verlangen nach dem Paradies weckt und die Abscheu vor dem Höllenfeuer erregt.
Wenn nun jemand ein Buch bringt, das diese Eigenschaften besitzt, das auf die Herzen der Menschen diese Wirkung diese Macht, diesen Zauber ausübt, das diesen triumphalen Erfolg hat, und wenn gleichzeitig der, auf den es herab gesandt wurde, ein Analphabet war, der die Kunst des Schreibens und der schönen Rede nicht beherrschte, so ist das ohne Zweifel ein Zeichen der prophetischen Berufung.

Muslime haben Seine (Gottes) Führung nur deshalb verloren, weil sie die Geheimnisse Seiner Sprache nicht mehr kennen, und darum attackieren ihre atheistischen und kolonialistischen Feine sie auf dem Weg Seiner Sprache.
Die Muslime wissen das, und sie bemühen sich, ihre Religion zu bewahren, indem sie ihre Sprache bewahren und deren Konventionen und die Geheimnisse ihrer Regelanwendung lebendig erhalten.

Auf Arabisch benutzt man Alhamdulillah z. B. für folgende Situationen:

al-ḥamdu li-Llāh / ‚Lob sei Gott, Gott sei Dank‘

Nach dem Niesen: Alhamdu lillahi. “Mein Lob und meine Verehrung dem Herrn“ bzw. „Gott sei Dank“.

Als Antwort auf „Wie geht es Dir?“: Alhamdu lillahi. „Gott sei Dank (mir geht es gut)!“

Zweifel im Islam Gibt es hier Zweifel? Dieser Glaube gibt sich unerschütterlich. Irgendwie scheint hier alles anders zu sein. Selbst moderne Muslime glauben scheinbar ohne einen Funken des Zweifels an Gott, an seine Offenbarung in Form des Korans, an die Engel und an das Gericht.    Dafür ist eine zweifelsfreie Überzeugung notwendig:   Sure 49:15 Wisst, dass wahre Gläubige nur jene sind, die Glauben an Gott uns seien Gesandten erlangt haben und danach keinen Zweifel haben und die sich hart anstrengen für Gottes Sache mit ihren Besitztümern und ihrem Leben, es sind sie, die ihrem Wort treu sind. Wie kommt es zu dieser zweifellosen Gewissheit? Der Hauptgrund ist, dass Gott konsequent als absolutes Subjekt geglaubt wird.      Indem nun der Muslim sich diesem Subjektsein Gottes uneingeschränkt ergibt – genau das bedeutet der Begriff „Islam“, erfährt er Obhut.   Denn es heißt: „La quwa illa bil-llahi. Es gibt keine Kraft außer in Gott. (Sure 18,39) Was auch immer geschieht, es geschieht aus Gottes alleinigem Kraftzentrum und Willen heraus.   Der Mensch kann und darf dies nicht infrage stellen. Nur indem sich der Mensch diese Anschauung aneignet (yiksib), nämlich dass Gott absolutes Subjekt ist und alleinige Kraft, findet der Muslim Gewissheit. Denn der Zweifel braucht die Zwei.   Im Islam gibt es aber nur die Eins, nämlich Gott, als absolute Einheit und alleinige Kraft. Diese Überzeugung nennt man auf Arabisch „tauhid“.    Um diese Einheit zu gewährleisten, überlässt der Mensch sein Ich gänzlich Gott. Im Falle des Sufismus, des mystischen Zweigs des Islam, geht das bis zur Selbstauflösung. Man spricht vom Entwerden, dem „fana’“.   Daher gibt es auch bei Krankheiten und Todesfällen keinen grundsätzlichen Zweifel. Allenfalls gibt es eine gewisse Trostlosigkeit. Bei einem Todesfall verwenden Muslime die Formel: ilbaqiyya fi hayatak „Der Verstorbene möge in deinem Leben weiter leben“.   Der Koran kennt im Gegensatz zur Bibel keine Klagepsalmen, und auch die Sünde ist letztendlich nicht mehr als eine Verfehlung oder Unachtsamkeit Gott gegenüber.

Ein etwas anderer Text zu Ostern

Einer Frau wurde eine unheilbare Krankheit diagnostiziert. Der Arzt sagte, sie hätte nur noch drei Monate zu leben. Sie fing also an, alles in Ordnung zu bringen und alles zu organisieren.

Sie rief auch den Pastor an, und bat ihn zu ihr zu kommen, um ihre Wünsche für die Beerdigung abzusprechen. Sie sagte ihm, welche Lieder gesungen werden sollten, welche Bibeltexte gelesen werden sollten und in welchem Kleid sie beerdigt werden wollte. Sie sagte auch, dass sie ihre Bibel in der linken Hand halten wolle.

Als der Pastor gehen wollte, erinnerte sich die Frau an ein wichtiges Detail, das sie vergessen hatte. „Herr Pastor, eins noch….“, sagte sie aufgeregt. „Das ist auch noch sehr wichtig für mich! Ich möchte, dass ich eine Gabel in meiner rechten Hand halte, wenn ich im Sarg aufgebahrt werde.“ Dem Pastor fehlten die Worte. „Das überrascht Sie sicher.“ fuhr die Frau ruhig fort. „Das kann man wohl sagen!“ meinte der Geistliche. Die Frau fing an zu erklären: „In all den Jahren, in denen ich an den vielen Empfängen teilnahm, wurde ich immer mal wieder daran erinnert, meine Gabel zu behalten, wenn das Geschirr abgeräumt wurde. ‚Behalten Sie ihre Gabel‘ – irgendeiner sagte es bestimmt. Und ich freute mich dann immer, denn ich wusste, dass noch etwas Besseres kommen würde! Leckere Schokoladendesserts, Kuchen, Apfelstrudel oder Eis. Irgendetwas wunderbares, was das große Mahl perfekt abrundete.“

Der Pastor lächelte. „Ich möchte“, fuhr die Frau fort, „dass sich die Leute wundern, wenn sie mich im Sarg sehen und sich fragen, warum ich die Gabel in der Hand halte. Und ich will, dass Sie ihnen dann sagen: ‚Behalten Sie ihre Gabel – das Beste kommt erst noch!‘“ Der Pastor bedankte sich bei der Frau für den guten Rat, als er sie beim Abschied umarmte. Er wusste, dass es eines der letzten Male war, bevor sie sterben würde. Aber er wusste auch, dass die Frau eine weisere Vorstellung vom Himmel hatte, als er selbst.

Sie WUSSTE und vertraute, dass noch etwas Besseres auf sie wartete. Dann starb die Frau und die Beerdigung fand statt. Die Menschen gingen an ihrem Sarg vorbei und sahen ihr schönes Kleid, ihre Bibel in der linken Hand und die Gabel in der Rechten!

Und immer wieder hörte der Pastor die Frage: „Warum hat sie eine Gabel in der Hand?“ und sein Lachen wurde größer und freudiger bei jedem Mal.

In der Traueransprache berichtete der Pastor von der Unterhaltung, die er vor kurzem noch mit der Frau hatte. Er erklärte, was die Gabel in der Hand sollte und was sie der Frau bedeutete, dass er nicht mehr aufhören konnte, an die Gabel zu denken und dass er hoffe, dass auch die Anwesenden diese Gabel nie mehr vergessen würden.

„Vergessen Sie nie: das Beste kommt noch!“

10. Juli 2021

Das Universum in Gottes Schemel
Prof. Behnam Sadeghi, Ph.D.

Mit Schemel ist hier das gemeint, was ein König vor seinem Thron stellte, um seine Füße darauf ruhen zu lassen. Wenn man sagt, das Universum sei in Gottes Schemel enthalten, illustriert das Gottes Größe im Vergleich zum Menschen und zur Welt.
 
Vormoderne Koranexegeten stimmen darin überein, dass der Vers Gottes glorifiziere. Bei der Frage ob der Schemel oder – weiter gefasst – der gesamte Thron tatsächlich existiert oder ob es sich um eine Metapher handelt, verraten sie indes unterschiedliche Auffassungen. Die Interpretationen lassen sich in ein Spektrum einordnen, das von der rein metaphorischen bis zur rein Buchstabengetreuen und gegenständlichen Auslegung reicht.
 
Auf der einen Seite des Spektrums stehen einige frühe Vertreter der sogenannten ahl al-hadith -zu Deutsch: „Anhänger der prophetischen Tradition“. Sie überlieferten Berichte, die besagten: Als Gott auf dem Thron saß, “blieb davon so viel Platz übrig, wie vier Finger einnehmen“, und „es gab ein Knirschen ähnlich dem eines neuen Kamelsattels unter der Last eines Reiters“. Indem solche Überlieferungen Dimensionen und Geräusche beschreiben, implizieren sie, dass Gott in einem physikalischen Sinn auf einem Thron sitzt.
 
Eine solche Auffassung durfte allerdings nur eine Minderheit unter den „Anhängern der prophetischen Tradition“ vertreten haben. Für die meisten hat Gott keinen Körper und sitzt nicht auf einen Thron, wie ein Mensch es tun würde. Die Mehrheit ging zwar auch davon aus, dass Gott prinzipiell auf einen Thron sitzt, sie lehnte es aber ab, darüber zu spekulieren, wie oder in welchem Sinn er das tut.
 
Auf der anderen Seite des Spektrums steht die metaphorische Auslegung einer Gruppe. Die Mu‘taziliten genannt wurde. Die Mu‘taziliten interpretierten Verse, die Gott menschenähnlich (anthropomorph)beschreiben, stets metaphorisch. Sie glaubten, dass koranische Aussagen wie: Gott habe Hände, befinde sich an einem Ort oder bewege sich von einem Ort zum anderen, im übertragenen Sinne verstanden werden müssen.  Sie verneinten also, dass es einen Thron beziehungsweise einen Schemel gibt. Für sie steht der Schemel für Gottes Würde, Wissen oder Herrschaft, nicht für einen echten Gegenstand.
 
Was das Aufeinanderprallen gegensätzlicher Ansichten führt, oft zum Entstehen von Zwischenpositionen, die jeweils Elemente beider Seiten kombinieren. So kamen zwei neue Gruppierungen auf, genannt Aschariten. Und Maturiditen. Sie interpretierten den Begriff. „Thron“, wortwörtlich, Gottes Sitzen jedoch metaphorisch. Sie glaubten zwar, wie die Anhänger der prophetischen Tradition (ahl al-hadith), dass es tatsächlich einen Thron und einen Schemel gibt. Aber wie die Mu‘taziliten glaubten sie nicht, dass Gott wirklich auf dem Thron sitzt, denn Gott ist weder physisch, noch nimmt er Raum ein.
 
Was mag die ascharitischen und die maturitditischen Theologen zu dieser Annahme bewogen haben? Im Prinzip bestand darin, die wortwörtliche Bedeutung so lange zu akzeptieren, bis diese, mit der man mit dem menschlichen Wissen kollidiert.
 
Die Existenz eines kosmischen Throns und Schimmels widersprach vor 1000 Jahren nicht dem menschlichen Wissen. Schließlich konnte die Existenz durch Beobachtung weder widerlegt noch gestützt werden. Folglich konnte man die wörtliche Bedeutung akzeptieren.
 
Aber die Idee, dass Gott auf einem Thron sitzt, verletzte nach Auffassung dieser Theologen, das durch menschliche Vernunft gewonnene Wissen. Denn ein ewiges Wesen kann nicht physischer Natur sein. Um ihre These vom ewigen Wesen zu belegen, nutzen Sie philosophisches Denken, dass griechischen Vorstellungen der Antike ähnelt.
 
Es hat verschiedene Ansätze zur Interpretation des Korans gegeben. Aber eines haben all gemein: Sie gründen auf frühere Vermutungen über die Sprache, die Welt und über Gott. Denn letztlich ist es schlicht unmöglich, einen Text zu interpretieren, ohne dabei Vermutungen zu tätigen.
(Aus dem Buch: “Koran erklärt“ Suhrkamp-Verlag.)

TAUHID-Der Glaube an den einzigen Gott

6. Juli 2021

TAUHID-Der Glaube an den einzigen Gott
LA ILAHA ILLA LLAH WA-(A)SCHHADU ANNA MUHAMMADAN RASUL ALLAH.
Das Glaubenszeugnis im Islam heißt auf Deutsch.
„Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Gott selbst gibt und ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Gottes ist.“

Als theologischer Terminus bedeutet Glaube die auf Beweise gestützte Anerkennung der Existenz und Einheit Gottes (Tauhid), Seines Propheten und zugleich der Authentizität der auf Letzteren herabgesandten Botschafter Gottes

Der Glaube an die göttliche Bestimmung gehört zu den Grundpfeilern der Religion, dies findet sich jedoch nicht im Koran, sondern nur in den Hadithen (s. Muslim) Wer diese Prinzipien anerkennt, wird als gläubig bezeichnet.

Wenn im Koran Glaube erwähnt wird, dann bezeichnet er den Glauben an GOTT, die Propheten, die Offenbarungsbücher, die Engel und den jüngsten Tag.

Sure Al-E-Imran 3 – 18
Bezeugt hat Allah, dass kein Gott da ist außer Ihm Selbst; und die Engel und die Wissenden (bezeugen es); Er sorgt für die Gerechtigkeit. Es ist kein Gott außer Ihm, dem Allmächtigen, dem Allweisen.

Sure Al-Baqara 2 – 177
Wahre Frömmigkeit besteht nicht darin, dass ihr eure Gesichter nach Osten oder Westen wendet – sondern wahrhaft fromm ist Wer an Gott glaubt und den letzten Tag und die Engel und Offenbarung und die Propheten und sein Vermögen ausgibt – wie sehr er selbst auch wertschätzen mag – für seinen nahen Verwandten und die Waisen und Bedürftigen und den Reisenden und die Bettler und für das Befreien von Menschen aus der Knechtschaft und beständig das Gebet verrichtet und die reinigenden Abgaben entrichtet; und (wahrhaft fromm sind) diejenigen die ihre Versprechen halten, wann immer sie etwas versprechen, und geduldig im Missgeschick sind und in Härte und in Zeiten der Gefahr: es sind sie, sie, die als wahrhaftig erwiesen haben und das sind sie, sie, die sich Gottes bewusst sind.

Sure 2 – 285
Der Gesandte und die Gläubigen mit ihm glauben an das, was ihm von droben erteilt worden ist von seinem Erhalter: sie alle glauben an Gott und seine Engel und seine Offenbarungen und Seine Gesandten, ohne einen Unterschied zwischen irgendeinem Seiner Gesandten zu machen, und sie sagen: Wir haben gehört, und wir geben acht. Gewähre uns deine Vergebung, o unser Erhalter, denn bei dir ist aller Reisen Ende!

In vielen Koranversen wird betont, dass Glaube ein Vorgang sei, der sich im Herzen ereignet und dort spürbar sei.

Suren 5-41, 6-125,16-106, 49-14, 58-22

Das Herz, in dem sich Glaube verwirklicht und spürbar ist, ist das Zentrum aller Vorgänge wie Erkenntnis oder Argumentation. Folglich gib es zwischen Herz, Glaube und Vernunft eine intensive Beziehung.

Suren 7-179, 22-46, 47-24, 50-37.

Der Islam bevorzugt einen Glauben, der auf Vernunft und kritischem Denken basiert ist; ein unkritischer Glaube ist unerwünscht. Verschiedene Glaubensströmungen im Islam, die zwischen dem Glauben und dem Wissen eine notwendige Beziehung voraussetzen, haben den Glauben als Wissen; den Unglauben hingegen als mangelnde Gotteserkenntnis definiert.
Zwischen Glauben und Islam gibt es ebenfalls eine enge Beziehung. Auch wenn die Termini vom Wortlaut her unterschiedlich sind, sind sie in letzter Konsequenz doch nahezu identisch. Islam ist die äußere Erscheinung des Glaubens. Infolgedessen besteht wiederum eine enge Beziehung zwischen Glauben und Handeln: Der Glaube ist ein Akt des Herzens und die Früchte des Glaubens sind die guten Taten im Interesse der Menschheit:
Der Ausdruck kommt im Koran sehr oft vor.

Suren 2-25, 82,277, 3-57, 4-57, 122, 173, 5-9, 93

Gebetszeiten 2021

3. Mai 2020

Die Gebetszeiten ändern sich von Stadt zu Stadt um einige Minuten

Das Fest am Ende des Ramadans

Muslime glauben an den Propheten Mohammed und an Allah – das ist das arabische Wort für Gott.

Im Koran, dem heiligen Buch der Muslime, steht, dass jeder Muslim den Ramadan mit all seinen Regeln einhalten soll – ausgenommen sind Kinder, schwangere Frauen sowie alte und kranke Menschen.

Am Abend des 12.05.2021 beginnt das Fest, 13.05.21 beginnt es mit dem Festgebet.

Eid mubarak sind die Grüße zum Fest des Fastenende. Wenn ihr eure muslimischen Freunde beeindrucken wollt, dann sagt einfach mal ein „Ramadan Mubarak“ oder „Ramadan Kareem“ zur Begrüßung. Damit zeigt ihr nicht nur, dass ihr Bescheid wisst, sondern ihr zeigt auch Respekt. Und wenn der Ramadan vorbei ist, könnt ihr „Alles Gute zum Bayram!“ wünschen.

Die Muslime feiern das Ende des Ramadans, wir hier in Europa das Weihnachtsfest feiern. Die Kinder bekommen Geschenke, Familien und Freunde treffen sich zum gemeinsamen Essen. Es gibt an den Tagen sehr viel Süßigkeiten, deswegen ist das Wort „Zuckerfest“ hier in die Welt gesetzt worden.

Aber es ist das Ramadan- Fest und dauert meist 3 Tage.

Die Muslime geben eine Spende je nach Einkommen an die Menschen, denen es nicht so gut geht und die Hilfe brauchen. Das ist für die Muslime jedes Jahr eine besondere Aktion und hoffe, dass Gott ihre Spende anerkennt und sie für das kommende Jahr beschützt und sie vor Unheil bewahrt.

RAMADAN

Was bedeutet „Der heilige Monat Ramadan“. Der Monat ist für die Muslime ein Monat der inneren Einkehr. Der Monat der Gespräche mit Gott. Der Monat der Dankbarkeit. Der Monat der Bitten an unseren Schöpfer.

Ramadan ist Arabisch und wird von der Wurzel ramida oder
arramad abgeleitet, was „brennende Hitze und Trockenheit”, speziell
des Bodens bedeutet. Aus der gleichen Wurzel kommt ramdaa -sonnengebrannter Sand. Dies deutet auf das Hitzegefühl im Magen hin, das vom Durst erzeugt wird.

Was ist die Wortbedeutung von Ramadan?

Manche erklären auch das damit, dass der Ramadan die Sünden ausbrennt wie die Hitze den Boden. Im Ramadan sind Herz und Seele für die Anbetung und das Gedenken an Gott empfänglicher, so wie Sand und Steine für die Hitze der Sonne.

So hilft der Ramadan dem Gläubigen sieh neu zu formen und seine
physischen und geistigen Veranlagungen und Verhalten zu erneuern.

  1. Wie wird im Islam gefastet?
    Das Fasten im Islam heißt, dass der Muslim bzw. die Muslima von Beginn der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang nichts isst, nichts trinkt, allgemein also keine Nahrung zu sich nimmt und sich des Beischlafs mit dem Ehepartner enthält. Das ist das „äußere” Fasten.
    Das Fasten hat aber auch eine „innere” Dimension. Der Muslim soll demnach im Ramadan noch mehr als sonst darauf achten sich gänzlich von Sünde freizuhalten d.h. nichts Verwerfliches bewusst anschauen, nichts Schlechtes reden, auf nichts Böses hören und nichts Verabscheuungswürdiges tun.
    Denn Fasten lasst erkennen, dass man in Wahrheit einzig und allein von Gott abhängig ist. Zugleich soll sich der Fastende darüber klar werden, dass er sich von vermeintlicher Abhängigkeit von anderem lossagen kann und muss. Er ist ein Pilger, der sich mit seinem Fasten zu seinem Schöpfer aufgemacht hat und alles, woran er gewöhnt ist aber nicht unbedingt benötigt, hinter sich zurücklässt.
    Zudem beschäftigt sich der Muslimwenn er fastet intensiver mit den restlichen Gottesdiensten wie z.B. den Gebeten oder dem Lesen des Korans.

  1. Warum fasten die Muslime?
    Fasten im Islam ist eine Form des Gottesdiensts. Das Fasten im Monat Ramadan gehört zu den sogenannten fünf Säulen des Islam, also zu den Hauptpflichten, die ein Muslim als Gottesdienst durchführt.
    Die anderen Säulen sind das Bezeugen der Einheit Gottes und der Prophetenschaft Muhammads (s) , das täglich fünfmalige Gebet, die Wallfahrt nach Mekka und das Entrichten der Zakat.
    Das Fasten wird den Gläubigen in dem folgenden Koranvers vorgeschrieben.

    „Ihr, die ihr glaubt, euch ist das Fasten vorgeschrieben wie
    es denen vorgeschrieben war, die vor euch waren, damit ihr
    vielleicht gottesfürchtig werdet.” (2:183).


    Laut dieser Aussage im Koran, dem heiligen Buch der Muslime, soll das Fasten um Gottes (Allahs) Willen geschehen d.h. es soll dadurch die Zufriedenheit Gottes erlangt werden.
    Außerdem gehört die Praxis des Fastens zur Tradition des Propheten Muhammad (s), der den Muslimen als Vorbild dient.

Opferfest

14. Februar 2020

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Das islamische Opferfest

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Was macht die Nacht “Qadr” so wertvoll? Die Nacht vom 7.05 auf den 08.05.21

2. Mai 2021

Gott hat im Koran eine einzige Nacht unter allen Nächten als „segenswert“ gesprochen und sie „besser als 1000 Monate“ bewertet.

Diese Nacht heißt „Qadr“; die Nacht der „Bestimmung“ oder die Nacht des „Werts“.
Im Koran gibt es eine ganze Sure allein über diese Nacht:

„Wir haben den Koran in der „Nacht der Bestimmung“ herabgesandt. Und was lässt Dich wissen, was die „Nacht der Bestimmung“ ist? Die Nacht der Bestimmung ist besser als tausend Monate. In ihr kommen die Engel herab und der Geist, mit der Ermächtigung ihres Herrn, mit jeglichem (göttlichen) Beschluss, Friede ist sie, bis zum Anbruch der Morgendämmerung.“

(Sure 97: 1-5)

Diese Nacht ist hinsichtlich ihres Segens und des Segens für die darin verrichteten rechtschaffenen Taten besser als tausend Monate, d.h. besser als die Gottesdienste von tausend Monaten und das ist gleichbedeutend fast 84 Jahren. Man sollte daher diese Nacht erwarten und sich bemühen, in ihr sehr viele gottesdienstliche Handlungen zu verrichten.

Aber die Frage ist, was macht diese Nacht so wertvoll? Die Nacht-Zeit selbst, oder was anderes? Es gibt keine absolut gute oder schlechte Zeit in der muslimischen Zeitwahrnehmung. Ob Zeit gut oder schlecht ist, hängt vom Menschen ab. Es ist die Haltung des Menschen, die die Zeit gut oder schlecht macht.

Wenn es unter Zeiten eine gesegnete Zeit gäbe, würde es diese Nacht sein. Denn, gemäß

seiner eigenen Erklärung, die Offenbarung des Korans begann in dieser Nacht herabgesandt zu werden.

Wiederum erklärt er selbst, dass diese Nacht dem Monat Ramadan entspricht (2:185) und eine Nacht, die von Gott gesegnet wurde (vgl. 44:3). Dieser Wert wird vom Koran in Zahlen ausgedrückt: “Die Nacht von Qadr ist besser als tausend Monate.” bzw. eine Nacht besser al 30000 Nächte.

Tausend Monate belaufen sich auf ungefähr 84 Jahre. Es bedeutet die Zahl von Jahren, die ein ziemlich langlebiger Mensch leben kann. In diesem Fall konnte dieser Vers auch folgendermaßen gelesen werden:

“Die Nacht von „Qadr“ ist besser als ein ganzes Leben.”

Entstammt dieser Wert, der der Nacht von „Qadr“ zugeschrieben wird, der Nacht selbst oder einem anderen Element, das der Nacht ihren Wert gibt?

Die Antwort auf diese Frage wird durch den ersten Vers auf eine klare Weise gegeben. Dementsprechend nimmt diese großartige Nacht ihren ganzen Wert vom Koran. Denn der Koran begann in dieser Nacht herabgesandt zu werden.

Das hat das folgende zu bedeuten:

O Mensch! Wenn dieses Buch, das sogar die Zeit seiner eigenen Herabsendung 30000 mal wertvoller machte; wenn sie auf dein Herz, Verstand, Leben und Welt hinausläuft, wird sie dir ein Leben gewähren, dessen einzige Nacht ebenso gesegnet wird wie ein ganzes Leben, sie wird dein Gefühls-, Gedanken- und Handlungspotenzial tausende Male vergrößern!

Lies den Koran so, als ob er zu dir herabgesandt würde!
Ja, der Koran ist dir herabgesandt.

Es ist die einzige Möglichkeit, diese Nacht bewusst zu verbringen, indem man die Botschaften des Korans studiert und sie verinnerlicht. Denn der Koran wurde von Gott an die Menschheit als ein Wegweiser und als Mittel zur Glückseligkeit geschickt:

„Wir haben den Koran nicht auf dich herabgesandt, um dich unglücklich zu machen“ (20:1)

Um die Welt glücklicher zu machen, müssen wir den Koran von Anfang an neu verstehen!

Die Gläubigen müssen diese Nacht mit dem Koran, dessen Licht unendlich leuchten wird, wachsam verbringen und sich Gedanken über seine Botschaften machen und mit sich selbst kritisch umgehen.

Wir müssen den Koran offen und dynamisch verstehen. Wer die Botschaft des Koran verstehen und die Werte, die er vermittelt, leben, seinen Anteil von diesen haben will, der muss sich auch mit ihm auseinandersetzen, sich mit ihm beschäftigen. Um die Botschaft des Korans zu verstehen, muss ich auf meine Halsschlagader hören, auf mein Herz, in mein Innerstes hinein – denn dort finde ich Gott. Das formuliert der Koran sehr einprägsam und in aller Deutlichkeit wenn er sagt:

„Wir sind dem Menschen näher als seine Halsschlagader“ (50:16).

Gottes Anliegen ist es also, eine Beziehung zu dem Menschen, zu knüpfen. Dazu gehört nicht nur, dass wir ihn lesen oder seinem kunstvollen Vortrag folgen. Vielmehr müssen wir ihn für unser Erdenglück sowie für das im Jenseits, in und mit seiner Botschaft zu verstehen, diese umzusetzen suchen. Denn er lädt uns ein zu Brüderlichkeit, zur Wahrheit, Gerechtigkeit, zu Liebe, Teilen, Anstand und Sitte, zu Solidarität. Andererseits versucht er uns abzubringen oder weiterhin fernzuhalten von hässlichen Handlungen, dem Stöbern nach den Geheimnissen anderer, der Lüge und üblen Nachrede sowie vor allen anderen schlechten Handlungen.

Als das erste Gebot des Korans,

Lies!“ (96:1)

verkündet wurde, gab es noch keinen Text zu lesen. So war damit eher gemeint: Versuche zu verstehen! – verstehen, was Gott sagen will, das Dasein, die Natur und alles, was die Menschheit in heutzutage betrifft.

In dieser Nacht „Qadr“ steigen viele Engel und der Erzengel Gabriel auf die Erde hinab, um Menschen zu beobachten wer friedlich mit der Walt umgeht.

„Friede ist sie, bis zum Anbruch der Morgendämmerung“ (97:5),

 also für Frieden einsetzen bis die Dunkelheit des Hasses, der Gewalt und des Krieges den Menschen verlässt!

Als Gläubige müssen wir in dieser Nacht, in dem die Tore der Barmherzigkeit sich öffnen, mit Unterstützung aller Engel für den Frieden und die Versöhnung in der Welt beten.

Es ist das Bittgebet, das von unten nach oben hinaufsteigt.

Es ist die Annahme des Bittgebets, die von oben nach unten heruntersteigt.

Es ist das Bewusstsein, das vom Menschen zu Gott hinaufsteigt.

Es ist die Gottesoffenbarung, die von Gott zum Menschen heruntersteigt.

“Heil und Frieden ist sie, bis zum Morgengrauen”

In dieser Nacht sollten wir alle um die Vergebung unserer Sünden bitten und erneuern unsere Entschlossenheit, ein Leben mit und nach dem Koran zu führen. In unsere Gebete schließen wir in dieser Nacht ein, all unsere Geschwister im Glauben, die Not, Leid und Unterdrückung erdulden. Unsere Gebete gelten in dieser

Nacht der Einkehr von Frieden und Eintracht in der Welt.

Gottes Gesandter Muhammed, aleihi wa salam, gemahnte uns seinerzeit, diese Nacht nicht zu vernachlässigen und um ihren Wert zu wissen: „Wer die Qadr-Nacht begeht, ihre Bedeutung und Erhabenheit würdigend und dabei seinen Lohn von Allah erhofft, dem werden seine vorausgegangenen Sünden erlassen.“ Er legte uns zudem für diese Nacht folgendes Gebet nahe:

„O Allah! Du bist der Vergebende und liebst es zu vergeben. So vergib auch mir.“

Gesegnete Qadr-Nacht!

Münchener Forum für Islam

Weihnachten Muslime + Christen

17. Dezember 2020

Aus der Bibel

Nach Übersetzung Martin Luthers.

Das Evangelium nach Lukas 1.

Die Ankündigung der Geburt Jesu.

Und im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt und in einer Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth, zu einer Jungfrau, die vertraut war mit einem Mann mit dem Namen Josef, vom Hause David und die Jungfrau heißt Maria. Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: „Sei gegrüßt du Begnadete! Der Herr ist mit dir!“ Sie aber erschrak über die Rede und dachte welch ein Gruß ist das? Und der Engel sprach zu ihr: „Fürchte dich nicht, Maria du hast Gnade bei Gott gefunden.“

„Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Der wird groß sein. Und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben.Und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit und sein Reich wird kein Ende haben. Da sprach Maria zudem Engel: „Wie soll das zu gehen, da ich doch von keinem Mann weiß?“ Der Engel antwortete und sprach zu ihr: „Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden.“

Jesu Geburt.

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt wurde. Diese Schätzung war die allererste und geschah zurzeit, da Quirinus Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt.

Da machte sich auch Joseph aus Galiläa auf, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land der Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlecht Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria seinem vertrauten Weibe, die war schwanger. Und als sie dort waren kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihm in eine Krippe: Denn sie hatten keinen Raum in der Herberge gefunden, und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hütten, die hüteten des Nachts ihre Schafe.

Und der Engel des Herrn trat zu ihnen und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie: und sie fürchteten sie sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: „Fürchtet euch nicht; siehe, ich verkündige euch große Freude, wie allem Volk widerfahren wird, denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen, ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.“ Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.“

Aus dem Koran

Aus dem Buch „Koran erklärt“ – Herausgeber von Willy Stoll – Suhrkamp Verlag – Sendung des Deutschlandfunks.

Jesus und seine Geburt. Teil 1

Und gedenke im Buch der Maria:

Da sie vor ihren Leuten sich an einem Ort im Osten zurück zog und sich von ihnen abschirmte.

Da sandten wir unseren Geist zu ihr. Der trat als Mensch wohlgestaltet vor sie hin.

Sie sprach: „Siehe, ich suche meine Zuflucht vor dir bei dem Erbarmer, sofern du gottesfürchtig bist.“

Er sprach: “Ich bin der Gesandte deines Herrn, um dir einen lauteren Knaben zu schenken!“

Sie sprach: „Wie soll ich einen Knaben bekommen, da mich noch kein Mann berührt hat und ich auch keine Dirne?“

Er sprach: „So spricht dein Herr: Das ist für mich ein Leichtes.“

Sure: 19/16 – 21

Kommentiert von Professor i.R. Dr. Hartmut Bobzin.

So wie im gesamten Koran nur relativ wenige Personen namentlich erwähnt werden, nehmen Frauen darunter einen besonders geringen Anteil ein. Von insgesamt 10 Frauen wird nur eine einzige bei ihrem Namen genannt – das ist Maria.

Die Mutter Jesu genießt nicht nur in vielen christlichen Ländern eine besondere Verehrung, sondern auch in Ländern, in denen der Islam die dominierende Religion ist. Dort bringen auch muslimische Mütter ihre kleinen Kinder zu Marienheiligtümer, um sie dort segnen zu lassen, eine eindrucksvolle Demonstration eines friedlichen Miteinanders zwischen – wie ich es selber in Ägypten erlebt habe -koptischen Christen und Muslimen.

Anders gesagt: Marienverehrung – das ist ganz und gar nicht allein eine Angelegenheit der Christen. Und ein Blick in den Koran bringt da Erstaunliches zutage. Wenn Jesus, der im Islam als der letzte Prophet vor dem Auftreten von Mohammed gilt, wird mehrfach als der „Sohn der Maria“ bezeichnet, insgesamt 22 mal, das ist insofern ungewöhnlich und insbesondere Weise bemerkenswert, als Männern üblicherweise der Vatername hinzugefügt wird. Also zum Beispiel: Mohammed Ibn Abdallah, das heißt Mohammed der Sohn des Abdallahs. Dementsprechend müsste Jesus, der von Muslimen gemäß dem Koran Isa genannt wird, folgendermaßen tituliert werden: Jesus, der Sohn des Josefs, auf Arabisch also: Isa Ibn Jusuf.

In unserer Koranpassage heißt es nun, Maria habe sich an einem Ort im Osten zurückgezogen. Wo man sich in diesen Ort geographisch genau vorzustellen hat, wird nicht gesagt. Für die Erzählung ist von Bedeutung, dass es die Himmelsrichtung des Tagesanbruchs ist – also da etwas Neues anbricht. Und es wird gesagt, dass Maria allein sein will, da sie jedenfalls vor allem nichts mit ihrer Verwandtschaft zu tun haben will – oder noch drastischer ausgedrückt, nichts mit ihrem Klüngel.

Dann geschieht etwas Überraschendes. Ein Mensch, wohlgestaltet tritt vor ihr hin. Von einem Engel – wie im neuen Testament -ist interessanterweise nicht Rede. Maria ist so erschrocken, dass sie Gott als ihren Beschützer anruft. Ohne Umschweife gibt sich daraufhin der Geist, wie er im Koran wörtlich heißt, als Gesandter Gottes zu erkennen und verkündet Maria die Geburt eines lauteren beziehungsweise eines reinen Knaben. Worin diese Reinheit besteht wird nicht gesagt. Die Auslegung ist hier Tür und Tor geöffnet.

Die Antwort Maria auf die Ankündigung dieses Gottesboten könnte nüchterner nicht sein: „Wie soll das möglich sein, da ich doch gar nicht mit einem Mann in Berührung gekommen bin?“ Umso überraschender ist auch die Antwort des Boten. Er sagt: „Nicht leichter als das.“

Die Geburt Jesu ist also, so muss man die knappe Ausdrucksweise deuten, kein Wunder, sondern ein ganz normaler Vorgang. Jesus, der Sohn Marias, ist Mensch – nicht mehr und nicht weniger.

Jesus und seine Geburt. Teil 2

Sie wurde mit ihm schwanger und zog sich zurück mit ihm an einem weit entfernten Ort.

Da überkam sie am Stamm der Palmen Wehen. Sie sprach: „Weh mir! Ach, wäre ich doch vorher schon gestorben und ganz und gar vergessen!“

Da rief es ihr von unterhalb der Palme zu:“Bekümmere dich nicht! Dein Herr hat unter dir ein Bächlein fließen lassen: Rüttele an den Stamm der Palme – hin zu dir, damit sie frische Früchte auf dich fallen lasse! Dann iss und trink und sei guten Mutes! Wenn du dann irgendeinen Menschen siehst, so sprich: Siehe, Ich habe dem Erbarmer ein Fasten gelobt; daher kann ich heute zu keinem Menschen sprechen“

Dann kam sie, mit ihm, ihn tragend, zu den Ihren.

Sie sprachen: „Maria, da hast du etwas Unerhörtes getan!

Schwester Aarons, dein Vater war doch kein unzüchtiger Mann und deine Mutter keine Dirne.“

Da deutete sie auf ihn.

Sie sprachen:“Wie sollen wir zu einem sprechen der noch ein Kind in der Wiege ist?“

Er sprach:“ Ich bin der Knecht Gottes. Er gab mir das Buch und machte mich zum Propheten.“

Sure 19, 22-30

Die Koranpassage beschreibt, was geschah, nachdem Maria die Geburt ihres Sohnes Jesu angekündigt worden war.

Als ich zu Weihnachten 1977 von einem palästinensischen Freund, einen Muslim, eine Weihnachtskarte bekam, auf der eine Palme mit Maria und dem Jesuskind zu sehen war, wunderte ich mich -hatte ich mich bis dahin doch kaum mit dem Koran beschäftigt.

Da hört sie eine Stimme. Und hinter hier ist der Koran Text nicht eindeutig. Die heute vertretene Deutung meint, dass es die Stimme des Jesuskindes ist. Das erscheint mir aber nicht zwingend. Denn die darauffolgende Aufforderung kann eigentlich nur von Gott kommen: Maria soll nämlich an diesem Tag, wenn sie einen Menschen sieht, sagen, sie fasste und könne daher nicht sprechen.

Als sie schließlich mit dem neugeborenen Kind zu den Ihren zurückkehrt, muss sie sich Vorwürfe anhören. Sie schweigt und deutet nur auf das Neugeborene Jesuskind. Die Angehörigen sind erstaunt. Und nun geschieht das Wunder: Das Kind in der Wiege spricht. So enthält die muslimische Weihnachtsbotschaft bereits einerseits die Ankündigung des Buches, also eine heilige Schrift und andererseits die Berufung des Kindes Jesus zum Propheten, wie der Satz:

„Ich bin der Knecht Gottes,“ erkennen lässt.

Das Wunderbare dieses Geschehens wird durch die geradezu feierliche Schlussversen 31 – 33 der Suche 19 unterstrichen.

Er verlieh mir Segen, wo immer ich auch war, und trug mir das Gebet auf und die Armensteuer, solange ich am Leben bin. Und Ehrerbietung gegen meine Mutter. Er machte mich zu keinem elenden Gewaltmenschen. Und Friede über mir am Tag, da ich geboren wurde, am Tag, an dem ich sterben werde, und an dem Tag, da ich erweckt zum Leben auferweckt werde!

So ist die muslimische Weihnachtsbotschaft ein klares Wort über die menschliche Natur Jesus, über seine wundersame Empfängnis durch den Geist Gottes und die nicht minder wundervolle Gabe des Kindes schon in der Wiege reden zu können.

Baum in unserem Garten

7. Dezember 2020

Die Geschichte des Baumes in dem Garten des Wohnhauses in dem wir seit 30 Jahren wohnen.
Seitdem ein neuer Nachbar, das Haus mit Grundstück gekauft hatte,
ging nach einiger Zeit das Mobbing gegen uns los.

Hier wohnen wir seit  Jahren

Hier wohnen wir seit 30 Jahren .
Wir sind am 01. April 1990 von Rheidt nach Lülsdorf gezogen. Ein großer Garten war hinter diesem Haus.


Foto Mai 2003

Foto Juli 2005

Zur damaligen Zeit gab es noch keine Smartphone, die laufend Fotos machten. Im Garten standen einige Bäume, die wir nach und nach weg gemacht haben, unter anderem 2 Essigbäume, die lange Wurzeln hatten und schwer zu entfernen waren.
Zwei Ahornbäume haben wir stehen lassen. Den kleineren der beiden haben wir 2011 weg gemacht, weil er zu nahe an dem anderen Ahorn stand. Auch ein Mirabellenbaum haben wir so klein gemacht, dass er keine Früchte mehr trägt und einige Tannen hinten haben wir entfernt. Sie störten unseren neuen Nachbar auf der rechten Seite. An dem rechten Nachbargrundstück haben wir zu groß gewordene Büsche entfernt und andere hingepflanzt. Das führte dazu, dass der Nachbar nicht mehr mit uns sprach, weil wir angeblich wieder Bäume an die Grenze gesetzt hätten. Das war 2011.



Die Ecke hinter der Garage mit den angeblichen Bäumen

Vordem Haus stand ein Fliederbaum, der uns lange Freude gemacht hat, den haben wir aber dann entfernt, als eine Windbö den abgedreht hatte.
Den Rosenbusch und die Johannisbeere stehen immer noch wie wir es vorgefunden haben. Das Beet vorne haben wir mit Rasen verändert. Und Kirschblütenpflanze eingepflanzt.

Kirschblüte

Auf der anderen Seite im Garten hatten wir auch einige Bäume entfernt, und noch einmal als der neue Nachbar auf der linken Seite eingezogen war.

Der rehte Nachbar hat zu uns Kontakt aufgenommen und uns auch geholfen und immer wieder Hilfe angeboten, das hatte aber den Hintergrund, bei uns zu bestimmen was auf unserem Grundstück gemacht werden soll.

Das ist unserr Ahorn

Er wollte auch den übriggebliebenen Ahorn auch weghaben, weil er im Herbst die Blätter auf sein Grundstück fielen, die er oft auch wieder auf unser Grundstück schüttete. Wir sind Jahrgang 1936 und 1941, er 1969. Wir hätten uns solche Aktionen in seinem Alter nie gegenüber alten Menschen erlaubt.


Er hatte inzwischen seinen Garten mit Kirschlorbeer vor unserem Grundstück abgeschirmt. Der heute über 2 m hoch geworden ist und in der Breite unseren Sichtschutz wegdrückt. Jedes Mal müssen wir dem Nachbar schriftlich darauf hinweisen, seinen Kirschlorbeer beizuschneiden.
Die Gärten hatten. wie wir eingezogen sind, alle keinen Zaun. Man konnte von hinten über alle Grundstücke gehen. Nur das Grundstück von uns hatte einen 50 cm Zaun. Kann sein, dass die vielen Vormieter, einen Hund hatten. Wir haben auch einen Hund mitgebracht. Aber wir konnten uns über die Gärten treffen. Der jetzige Nachbar hat aber sofort Zäune gesetzt und weil wir Mieter waren auf unsere Seite diese häßlichen Kirschlobeeren gesetzt. Er hat auch von Anfang an angefangen unsere Sträucher, die an seiner Seite standen, plan zu schneiden, weil Äste über die Grenze standen, selbst dünnste Äste hat er abgepitscht. Aber siehe Bild unten, er lässt seine Sträucher weit in unser Grundstück wachsen.



Diese Sichtzaun steht ca. 10 cm von der Grundstücksgrenze.


Zwei Umweltmammutbäume hatten wir in den Jahren vorher schon weggemacht. Einen haben wir stehen gelassen, der jetzt mindestens 30 m hoch ist. Zwei Mal hatten wir einen Baumexperten geholt um zu wissen, ob dieser Baum, weil er so hoch geworden ist, gesund ist.
Aber durch seine Nadeln und leichten Äste macht der im Herbst wirklich viel Schmutz, so dass sich die Nachbarn links bei unseren Vermieterin beschwert haben. Natürlich hat der Nachbar rechts, sich der Beschwerde wegen dem Laub des Ahorn angeschlossen.

Nun soll der große Umweltmammutbaum weg kommen, der Verwalter unserer Vermieterin hat eine Firma gefunden, die für einen guten Preis den Baum abholzen wollte. Es sollte in dieser Woche 30.11. – 04.12.2020 sein. Aber es kam niemand.
Ich habe unseren rechten Nachbarn beobachtet, als er mit einem anderen Mieter unserer Straße im Gespräch, uns mit dem Messi, der in unserer Straße wohnt, verglich.

Unser Nachbar hat uns nun mit diesem Messi verglichen, weil wir den über 30 Jahre alten Baum nicht entfernen wollen.
Das ist so eine Unverschämtheit, die nicht zu entschuldigen ist. Aber dieser Nachbar hat uns auf dem Kicker und schädigt und behindert uns wo er nur kann.

Dieser Messi hat seinen Garten mit Müll, Fahrräder und Beton verkommen lassen. Auf seiner Terrasse und in seinem Garten hat er lauter Räder, Waschmaschinen und Bettrahmen und anderen Schrott gesammelt, auf der Terrasse diesen Schrott mit einer Plane zugedeckt, so dass er nicht mehr aus dem Wohnzimmer und seiner Küche gucken kann. Vor dem Haus und in der Garage hat er ebenfalls Gerümpel gesammelt. Natürlich machen die Bäume und Sträucher, die er nicht beigeschnitten hat, dem älteren Nachbar auch sehr zu schaffen.

Wenn wir Besuch haben, und die vor dem Haus auf sein Garagenvorplatz stehen, kommt er raus und pöppelt unsere Gäste an.


Auf unserer Goldhochzeit, die wir in unseren Garten gefeiert haben, hat er mit einem anderen Nachbar, der in der Nähe unseres Gartens wohnt, zur Kaffezeit mit einem Betonhammer soviel Krach gemacht, das wir die Kaffeetafel, die wir auf der Terrasse aufgebaut hatten, ins innere des Hauses verlegen mussten. Über zwei Stunden hat er diesen Krach gemacht. Er konnte das machen, weil er eingeladen war und das Programm des Tages kannte.
Und andere nette Niggelichkeiten sind ihm eingefallen, wir haben uns nicht mit ihm angelegt, nur zwei Mal, als er den alten Baum misshandelte.
Ich denke, er hat das Haus und Grundstück gekauft, da stand dieser Baum schon etliche Jahre, wenn ihn der Baum so ärgert, hätte er die Imobilie nicht kaufen müssen.

Die Eigentümer vorher haben sich nie beschwert,
Hiermit wollte ich nur mal zeigen, wie es aussieht bei den Menschen, die auf die gleiche Stufe mit „Messis gesetzt werden.

Engel im Islam

22. Februar 2020

Gesandte im Auftrag Gottes

Sie sind nicht nur auf Gemälden oder als Skulpturen in den Kirchen zu finden, sondern hängen auch an Christbäumen. Gerade in der Advents- und Weihnachtszeit umgeben uns Engel mehr denn je. Immerhin jeder zweite Deutsche glaubt an ihre Existenz – laut einer aktuellen Studie. Engel kommen in vielen Religionen vor, auch im Islam.

Bild1
Einer der wichtigsten Engel ist Gabriel, 
auf Arabisch Dschribil, er hat nach der islamischen
Überlieferung dem Propheten Mohammad den Koran 
offenbart. 
Auf dieser alten persischen Miniatur sind 
Mohammad und Gabriel vor einem riesenhaften Engel 
zu sehen 

Im Koran ist wie im Christentum ein Engel beauftragt, Marias Empfängnis auf Geheiß Gottes anzukündigen. Bei der Geburt Jesu war es ebenfalls ein Engel, der die Jungfrau Maria in ihrer Einsamkeit begleitete und ihr Trost schenkte.

Maria ist die auserwählte Frau der Welt.

Auch Muslime glauben also wie Christen an Engel, an aus Licht erschaffene Wesen, die im Auftrag Gottes handeln. Sie sind körperlose, überirdische Geschöpfe, die still und unsichtbar an der Seite der Menschen sind. Es ist im Koran die Rede von unzähligen Engeln.

Sie heißen auf Arabisch Malak und haben viele Aufgaben. Im Koran werden sie Diener Gottes genannt (siehe Koran, Sure 43:19). Im Koran heißt es auch, dass Engel aus Licht gemacht sind, Flügel haben und sogar die Gestalt eines Menschen annehmen können.

Bild2

Zu den bekanntesten gehört Gabriel, dem die Muslime die Überbringung der Offenbarung des Koran verdanken. Über einen Zeitraum von mehr als 22 Jahren hat er die Worte und die Botschaft Gottes an den Propheten Muhammad vermittelt. Ein weiterer Engel, der Todesengel, ist stets präsent. Er nimmt die Seelen und begleitet die Menschen in das ewige Leben. Und es sind Engel, die beim Eingehen ins Paradies den Friedensgruß sprechen. In den koranischen Erzählungen sind sie die helfenden Kräfte, die den Menschen in Not oder im Kampf gegen das Böse zur Seite stehen.

Die Stimme des Gewissens

Muslime meinen, dass zwei Engel die Menschen immer begleiten: Der Engel auf der rechten Schulter verzeichnet die guten und der auf der linken die schlechten Taten im „Buch des Lebens“, das vor dem Gericht Gottes aufgeschlagen wird. Sie werden nicht „Schutzengel“ wie im Christentum genannt, sind aber in gewisser Weise auch Hüter – die Stimme des Gewissens, die die Menschen vor dem Bösen warnt. Dennoch sind es im Islam nicht die Engel, die beschützen, sondern es ist letztendlich Gott. Man wünscht sich die Begleitung Gottes und nicht die Begleitung der Schutzengel.

Gesandte im Auftrag Gottes:

Es gibt zwar Bilder, die die Engel als Wesen mit Flügeln darstellen, anders als in den christlichen Kirchen sind in den muslimischen Gebetshäusern und Moscheen jedoch keine Abbildungen und Statuen von ihnen zu finden. Ihre Rolle ist nicht so sichtbar und inspirierend für Literatur und Kunst, wie man es aus der christlichen Tradition gewohnt ist.

Ein zentraler Glaubensgrundsatz

Der Glaube an die Existenz von Engeln gehört auch heute zu den zentralen Glaubensgrundsätzen im Islam, wie unter anderem auch der Glaube an den einen Gott oder an die Propheten. Vorwiegend ist dabei der Glaube an den Engel Gabriel, den Überlieferer des Koran, präsent.

Sicher ist nach der islamischen Überlieferung: Auch das Ende der Welt wird von einem Engel – Israfil – mit einer Posaune angekündigt. Und: Am Jüngsten Tag werden die Engel scharenweise zusammenkommen. Vielleicht wird uns dann offenbart, was wir immer gerne über sie wissen wollten!  Von Hamideh Mohagheghi