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Was ist das Ziel des Islams? Was heißt FASTEN?

23. März 2024

Waqar Tariq (Berater des Bundesvorstandes des Liberal-Islamischen Bundes)

Die Hauptfrage ist, was ist das Ziel des Islams, mit der muss man sich befassen, bevor wir uns mit dem konkreten Fasten befassen. weil wenn wir uns auf eine Reise begeben, so müssen wir wissen, was eigentlich unser Ziel ist. Sonst irren wir nur verloren und orientierungslos umher, und vergeuden unsere Zeit. Und das gilt insbesondere für die spirituelle Reise, auf der wir uns hier alle befinden, insofern muss man sich mit der Frage befassen als Muslim, was ist also das Ziel des Islams

Der Islam wird zunächst einmal, wie jede andere Religion auch den Menschen an sein wahres Ich erinnern. Daran, dass er mehr ist als ein materieller Körper, dass er nämlich ein geistiges Wesen ist, das den physischen Tod überleben wird. Eine Essenz von Menschen, Geist, Seele und moderner gesprochen, hat er ein Bewusstsein, wie auch immer man diese Essenz mag, wird nach dem physischen Ableben, in einer geistigen Form weiter existieren und wie diese geistige jenseitige Existenz aussehen wird, wird davon abhängen, wie unser innerer Zustand im Diesseits gewesen ist.

Also ob wir unseren Geist mit Liebe, Barmherzigkeit, Licht, Wahrheit geführt haben. Oder ob wir unseren Geist mit Hass, Hochmut, Dunkelheit, Täuschung, Unwahrheit korrumpiert haben. Paradies und Hölle sind keine physischen Orte, zu denen man geht, denn nach dem physischen Ableben verlassen wir ja diese materielle Welt. Paradies und Hölle sind vielmehr geistige Zustände. Sie sind Abbilder unseres inneren Zustandes.

Entscheidend wird also sein was wir in unserem Geist, beziehungsweise in unserem Herzen gehabt haben und in den jenseitigen Dissens mitnehmen. Das Ziel des Islams ist daher die Reinigung, beziehungsweise Läuterung des Herzens, des Geistes der Seele des Menschen, damit jenseitige der geistige Zustand des Menschen ein Schöner ist.

im Koran heißt es in der 33. Sure „Alles, was Gott will, ist euch zu reinigen, euch in vollkommener Weise zu reinigen.

in der 91. Sure heißt es

„Und bei der Seele und ihrer Vollendung, er bewerte ihr den Sinn für das, was für sie Unrecht und was für sie Recht ist. Erfolgreich ist derjenige, der sie reinigt und versagt hat derjenige, der sie verkommen lässt, beziehungsweise korrumpiert.

In der 26. Sure heißt es:

„Und lass mich am Tag da sie, das heißt die Menschen vom Tod erweckt werden nicht zuschanden werden. An dem Tag, an dem den Menschen weder Vermögen noch Söhne etwas nützen werden, sondern nur derjenige auf einen guten Ausgang hoffen kann, der mit einem reinen Herzen zu Gott kommt. Das Herz, gemeint ist natürlich das spirituelle Herz, ist Verbindungsstelle zu Gott. Mit dem Herzen empfangen wird Gott, kann man sagen.

Der Prophet Mohammad sagte: „Wenn ein Mensch sündigt, entsteht ein Fleck auf seinem Herzen. Wenn er bereut und sich von der Sünde befreit, verschwindet der Fleck. Wenn er aber nicht bereut, wenn er aber weiter sündigt, bereitet sich der Fleck auf seinem ganzen Herzen aus, und sein Herz wird immer dunkler und dunkler, bis es nicht mehr empfänglich ist für Gott.

Wenn wir das Paradies als die geistige Nähe zu Gott und die Hölle als die Distanz zu Gott, beziehungsweise die Abwesenheit von Gott und seiner Liebe verstehen, dann wird aus dem Ausspruch des Propheten, klar nicht Gott schickt uns in die Hölle, wir schicken uns selbst in die Hölle. Wir selbst stehen uns im Wege. Das Herz muss also gereinigt werden, sonst ist es nur schwerlich empfänglich für Gott.

Im Koran heißt es in der 83. Sure

„Was sie an schlechten Taten zu begehen pflegten, hat sich ihnen wie eine Schmutzschicht aufs Herz gelegt.

In der 22. Sure heißt es. “Sind sie denn nicht im Lande umhergereist mit Herzen, mit denen sie hätten, verstehen, und Ohren, mit denen sie hätten hören können? Denn wahrlich, es sind ja nicht die Augen, die blind werden, sondern blind werden die Herzen in der Brust.

Alle religiösen Handlungen, die wir begehen, Gebete, Fasten usw sind also kein Selbstzweck, sondern dienen dem einen übergeordnetem Ziel, die Reinigung des Inneren, die Reinigung des Herzens.

Mit dem körperlichen Fasten soll der Mensch in einem Monat in materieller Hinsicht, aus Sparflamme gehen, um innere geistige Dimension zu entdecken und über seine Fehler reflektieren, um sie korrigieren kann.

Viele Menschen fragen, wo ist Gott?

Der muslimische Mystiker Rumi, aus dem 13. Jahrhundert, sagte über seiner Suche nach Gott.

„Ich suchte ihn zu finden. Am Kreuze Christie, aber ich konnte ihn nicht finden. Ich ging zu den Tempeln der Hindus in den alten Pagoden, aber ich konnte nirgendwo eine Spur von ihm finden. Ich suchte ihn in den Bergen und Tälern, aber weder in den Höhen und Tiefen war ich imstande ihn zu finden. Ich ging zur Kaaba in Mekka, aber dort war er auch nicht. Ich befragte die Gelehrten und Philosophen, aber er war jenseits ihres Verstehens. Ich prüfe mein Herz und dort verweilte er, als ich ihn sah. Er ist nirgendwo sonst zu finden.“

Gott ist also nicht da draußen, er ist in uns zu finden. Die spirituelle Reise geht also nicht nach außen, sondern nach innen. In den Tiefen unseres Ichs. Gott sagt in einer islamischen Überlieferung, weder die Himmel noch die Erde können mich fassen, aber das sanfte demütige Herz eines gläubigen Dieners kann das. Das ist also das Fassungsvermögen, das ist das Potenzial des Herzens, dass Gott ihm beigibt. Dieses Potential kann das Herz aber nur entfalten, wie gesagt, wenn es gereinigt wird.

Ich möchte auch einem kurzen Text des muslimischen Theologen Prof. Dr. Mouhanad Khorchide aus Münster vorlesen, indem er die 3 Stufen des Fastens, wie ein muslimischer Mystiker aus dem 11. Jahrhundert darlegte, beschreibt. Khorschide schreibt: „Wieso verlangt eigentlich ein Gott, der den Menschen mit körperlichen Bedürfnissen erschaffen hat, dass er diese Bedürfnisse für einen ganzen Monat auf Sparflamme herunter dreht. Was hat Gott davon und was hat der Mensch davon. Der Koran bringt das Gebot zum Fasten im Zusammenhang mit der Frömmigkeit.

„Zitat: „Ihres Gläubigen, euch wurde das Fasten vorgeschrieben, wie es den Menschen vorher vorgeschrieben war.  damit ihr fromm werdet.“ Zitat ende. Man fragt sich dennoch, wieso soll das Unterdrücken einiger körperlicher Bedürfnisse zu Frömmigkeit führen. Der Prophet Mohammed sagte: “Frömmigkeit ist hier,“ und zeigt auf sein Herz. Dies wiederholte er dreimal. Das Herz muss also erst vom Fasten betroffen sein, damit dieses ein Beitrag zur Frömmigkeit leisten kann.

Beim Gebot des Fastens geht es keineswegs nur darum, dass der Mensch lediglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang einfach nichts isst, trinkt oder sich des Geschlechtsverkehrs enthält. Vielmehr sollen sich die Menschen durch diese Enthaltung die Möglichkeit eröffnen, sich mit seinem Inneren auseinanderzusetzen, sowie über seine Beziehung zu Gott, zu dessen Schöpfung und zu sich selbst kritisch zu reflektieren

Ziel des Fastens ist also nicht die Distanzierung von den körperlichen Bedürfnissen, das ist lediglich der erste Schritt auf dem Weg zum eigentlichen Fasten. Dem Fasten des Herzens. Ein muslimischer Gelehrte, unterscheidet daher zwischen dem Fasten der Leien, dem Fasten der besonderen, beziehungsweise der Auserwählten und dem Fasten der besonderen unter den besonderen beziehungsweise der Auserwählten die Auserwählten. Das Fasten der Laien beschränkt sich auf äußere Aspekte. Das heißt: nicht zu essen, zu trinken und keinen Geschlechtsverkehr zu haben.

Das Fasten der Auserwählten ist darüber hinaus ein Fasten der Ohren, der Augen, der Zunge, der Hand, des Fußes und anderer Organe, vor der Sünde. Das Fasten der Auserwählten, unter den Auserwählten ist über diese Stufen des Fastens hinaus, das eigentlich Anzustrebende de Fasten des Herzens.

Dies geschieht, wenn das Herz an Gott gebunden ist, von göttlicher Liebe und Barmherzigkeit ergriffen und erfüllt ist. Das Herz ist dann frei von allen negativen Emotionen, wie Hass, Neid, Gier, Hochmut und so weiter. Es erkennt das Gute in den Dingen und ist immer im Einsatz für das Gute.

Die Distanz zu seinen körperlichen Bedürfe, ist nur die erste Etappe des Fastens, um die Reise in die Tiefen seines Ichs anzutreten.

Mit dem Fasten der Auserwählten ist konkret gemeint, Zitat:“ Das Zügeln der Zunge vor Gerede, Lügen, übler Nachrede, Verleumdung, schimpfen, Streit und einschmeicheln,“ Zitat Ende.

Zitat des Propheten: „5 Dinge machen das Fasten ungültig. Lügen, üble Nachrede Verleumdung, falsche Zeugenschaft, und seinen Blick zu einer fremden Person.“ Zitat Ende

zum Fasten zählt der Auserwählten dann weiter: Das Zügeln die Ohren vor dem Vernehmen übler Nachrede, beziehungsweise Verleumdung und zitiert den prophetischen Ausspruch:  Zitat „Derjenige, der üblen Nachrede betreibt und der Zuhörer, beide sind Partner in der Sünde. Zitat Ende. Man spricht auch vom Fasten der Hände und Füße, vor Übergriffen.

Ohne diese Aspekte das Fasten zu berücksichtigen, ist das Fasten lediglich eine körperliche Betätigung, von der niemand etwas hat. Daher der Ausspruch des Propheten:  Zitat:  So viele Fastende haben nichts von ihrem Fasten außer Hunger und Durst. „Zitat Ende.

Der Prophet Mohammed sagte: Zitat: „Wer in der Fastenzeit lügen, unaufrichtiges oder unverantwortliches Handeln nicht unterlässt, verlangt Gott nicht von ihm, dass er auf sein Essen und Trinken beim Fasten verzichtet“ Zitat Ende.

Letztendlich will der Islam, dass die Verpflichtung zum Guten, keine äußerliche Pflicht mehr ist, sondern aus dem Inneren des Menschen kommt.

Also eine Selbstverpflichtung ist. Der Wächter muss im Herzen sein. Zitat: „Koran Sure 50 „Nicht ein Wort sagt der Mensch, ohne dass neben ihm ein Wächter wäre.“ Zitat Ende.

Der das Fasten auf eine körperliche Enthaltung reduziert ist, wie derjenige der das Beten auf eine körperliche Betätigung reduziert.

Frömmigkeit ist also kein theoretisches Konzept, sondern eine gelebte Tugend und genau hier liegt ein Ziel des Fastens. Mit anderen Worten: „Es geht um die Vervollkommnung des Menschen und diese Vollkommenheit ist ein paradiesischer Zustand, den der Mensch hier und jetzt auf Erden erlangen kann, und soll das Hintenanstellen körperliche materielle Bedürfnisse soll andere Aspekte und Werte im Leben ins Bewusstsein rufen.

Waqar Tariq (Berater des Bundesvorstandes des Liberal-Islamischen Bundes)

DER KORAN STEHT MIT VERNUNFT IM EINKLANG

5. März 2024
aus dem Buch "Die erfundene Religion" und die "Koranische Religion" © Koranforschungsgruppe
                                                                      www.alrahman.de

SURE 8:22 Als die schlimmsten Kreaturen gelten bei Gott die Tauben und Stummen, die nicht verstehen.

SURE 10:100 … Und er legt die Unreinheit (ridschs) auf diejenigen, die keinen Verstand haben.

Der Weg zu Gott ist der Weg der Intelligenz und des Gewissen. Die schlimmste Kreatur in den Augen Gottes ist der, welcher taub für die Wahrheit und nicht geneigt ist, seine Intelligenz zu gebrauchen. Diese Leute nutzen ihren Verstand, ein Geschenk Gottes an die Menschheit, damit sie sich von den anderen
Schöpfungen unterscheiden, nicht und sind gegenüber Seinen klaren Beweisen blind. Sie haben kein Bedürfnis nach Intelligenz, da sie an ihren Herren, ihren Vorfahren, den etablierten Traditionen und der öffentlichen Meinung festhalten.
Jene, die daran gescheitert sind, die Botschaft des Korans zu begreifen, haben versucht sie in ein mit Dogmen und Aberglauben gemischtes System schwer zu bewältigender Forderungen zu verarbeiten. Dies verursachte, dass unzählige Menschen die Religion ablehnten oder Atheisten wurden. Deswegen ist es sehr wichtig, den Koranischen Islam von den traditionellen, bedauerlichen wie auch irrationalen Praktiken zu trennen.

Dies entlastet den Islam von unnötigen Bürden, Erweiterungen und Auslassungen. Die großen Massen, die dem Koran und dem Islam den Rücken zugekehrt haben, werden auf diese Weise, so Gott will, wieder
ihr Interesse zurückgewinnen.

SURE 21:10 Wir haben euch ein Buch herabgesandt, in dem es für euch eine Ermahnung gibt. Wollt ihr denn nicht begreifen?

Dies war die Mentalität, welche für 278 Jahre den Gebrauch der in den 1450ern erfundenen Druckerpresse verzögerte und die Ulama (Theologieprofessoren) dazu anleitete die Söhne des Sultans enthaupten zu lassen, eine Todessünde gemäß Koran. Dies war die Mentalität hinter den Praktiken der primitiven und grausamen Taliban in Afghanistan und der strengen und unnachgiebigen Schiiten im Iran, die die Kundgaben des Koran für ungenügend befanden. Diese mentale Ansicht endete darin, die Imame, Mullahs und Scheichs und ihre falschen Stellungnahmen zu Religionsquellen zu erheben, die groteske, gemischte Systeme erfanden, die an die Stelle von Gottes Worten gesetzt wurden. Die Verkündungen dieser Leute haben die Autorität entworfen und Andersdenkende zu Apostaten erklärt und sie
exkommuniziert.

Es ist eine Tatsache das der Koran die Exklusivität des Islam besitzt und dass niemand, keine Sekte, kein
Scheich oder keine Autorität befugt ist, irgendetwas davon aufzuheben oder hinzuzufügen. Das Ziel der Religion ist die Menschheit. Einen Menschen irrezuführen, indem Gegensätze zwischen ihm und dem Leben hervorgerufen werden, und Zwietracht zwischen ihm und sich selber hervorzurufen, ist zum
Scheitern verurteilt und endet schließlich in einem Desaster. Der Islam ist in seiner Essenz frei von allen (logischen) Widersprüchen, wohingegen die Pseudo-Religion ein Lager von Inkonsistenzen, Folge- widrigkeiten und Quellen von Miseren ist. Es ist unvorstellbar, dass die von Gott offenbarte Religion, welche in perfekter Harmonie mit der menschlichen Natur stehen sollte, Widersprüche enthält.

SURE 30:30 So richte dich nach der Religion des strikten Monotheismus! Das ist Gottes Naturgesetz, gemäß dem Er die Menschen erschaffen hat. Gottes Schöpfung ändert sich nicht. Das ist die vollkommene Religion. Doch die meisten Menschen wissen nicht.

Der einzige Gesetzgeber ist Gott, solange die Religion behandelt wird. Gott hat mit der Menschheit durch den Koran als die einzige Autorität gesprochen, ein explizites Buch und frei von allen logischen Widersprüchen; ein Buch, das all Seine Botschaften enthält. Die Richtigkeit dieser Tatsachen zu erkennen ist gleichwertig mit dem Kennenlernen des Islam, der dem Koran entspringt, dem Wort des Allmächtigen, des einzigen Gesetzgebers. Diese Erkenntnis führt zur Annullierung aller grundlosen Mächte der entworfenen ‚Autoritäten‘ und zur Bestätigung der Tatsache, dass Gott die Eine und Einzige Autorität ist und es keinen Gleichgestellten gibt. Der Prophet, der Gesandte Gottes, hat weder eine weitere Quelle als den Koran verkündet noch irgendwelche Doktrinen im Namen des Islam diktiert. Wenn sich eine angebliche Aussage oder ein angeblicher Kommentar des Propheten mit dem Koran kollidiert, wenn irgendetwas vom Text des Korans aufgehoben wird oder etwas hinzugefügt wird, so stellt dies sowohl
den Islam als auch den Propheten falsch dar. Wir sollten gewarnt sein, die so genannte etablierte Religion mit der Religion des Korans gleichzusetzen und sollten die Gründe herausfinden, wieso die behaupteten oder geglaubten Punkte der Religion in Wirklichkeit außerhalb seines Bereiches liegen und fern von aller Gültigkeit sind.