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Ein Gottesdienst der besonderen Art.

31. März 2019

Die evangelischen Christen der Kölner Südstadt, die Muslimische Gemeinde Köln, die Jüdische Gemeinde Köln und die Bahai-Gemeinde haben zum gemeinsamen Gebet in der Martin-Luther-Kirche aufgerufen. Ich habe mich dazu entschlossen, darüber zu schreiben, weil ich in Twitter angegriffen werde, nur weil ich geschrieben habe, dass was dort geschrieben ist, nicht mein Islam. Mein Islam ist die Religion der Barmherzigkeit.

Der Pfarrer Hans Mörtter und die Imamin Rabeya Müller begrüßten die Gottesdienstbesucher, beide gedachten der Menschen, die zwei Tage vorher in Neuseeland, in zwei Moscheen von einem Fanatiker erschossen wurden.

Wenn Menschen sich mit Achtung und Liebe begegnen, würden Terroristen keine Menschen anderen Glaubens töten. So beteten all für diese Menschen und der Angehörige.

Ein Gebetsruf, der ja sonst von den Minaretten gerufen wird, erschallte in der Kirche. „“Kommt zum Gebet, kommt zum Guten, Gott ist größer, es gibt keinen Gott außer Gott“.

Im Psalm 23 hieß es:“ Gott weidet mich, mir fehlt es an nichts. Auf grüner Wiese lässt Gott mich lagern, zu Wassern der Ruhe leitet Gott mich sanft.“

Rezitation aus dem Koran: Und zu den Zeichen Gottes gehört es, dass ER den Blitz zur Furcht und gleichzeitig zur Hoffnung zeigt und Wasser vom Himmel sendet und damit die Erde nach ihrem Tod belebt. Hierin sind Zeichen für Menschen, die begreifen. 30-24

Die Lesung aus dem 1. Korinther – Kapitel 13,1-13 trugen der Pfarrer und die Muslimin vor. Der letzte Satz hieß: “Nun aber leben wir mit Vertrauen, Hoffnung und Liebe, diesen drei Geschenken, beide aber die größte Kraft von diesen dreien ist die Liebe.“

Liederrefrain: Egal, wer du auch bist, wer du bist, ob Jude, Muslim, Hinduist, ob Christ, Buddist, ob Atheist, das ist kein Grund für Zwist und Streit und Krieg, o nein, o nein.“

Anschließend wurde ein Gebet des jüdischen Vertreters vorgetragen, ihm folge die Vertreter der Bahais.

Die Predigt über die Liebe, die Liebe von Gott zu den Menschen, hielt der Pfarrer, anschließend die Imamin der Muslime und der jüdische Vertreter las ein Gebet aus der Thora vor und Bahai-Gebete, sie zeigten, dass wir alle an den einen Gott glauben, den Gott der die Welt und uns Menschen erschaffen hat.

Bekenntnis das gemeinsam gesprochen wurde, beinhaltete, dass Gott uns alle erschaffen hat. Gott hat uns Zeugen und Zeuginnen erwählt, wie Noah, Abraham und Mose, und durch Propheten gesprochen hat, wie durch Jesus, den Sohn der Mirijam-Maria und für die Musliminnen und Muslimen durch Mohammed.

Danach sangen die Gottesdienstbesucher das Lied „Der Kölsche Stammbaum“ (mit akutalisiertem Text)

„Ich bin stolzer Syrer – floh vor der Isis Legion
Und ich bin eine Roma – aus der Kosovo Region.
Ich komme aus Nigeria – und aus Afghanistan.
Wir sind zu Euch geflüchtet, so fing alles an

Aus Afrika gekommen – sind alle Menschen dieser Welt.
Ich hab ein Boot genommen – von meinem letzten Geld.
Wir sind Kurden und Jesiden – sind Menschen vor dem Herrn.
Wir suchen hier den Frieden – der Heimat ach so fern.

Ich kam aus der Ukraine – dort stand mein Elternhaus.
Das Land um das ich weine – das blutet langsam aus.
Meine Heimat musst ich lassen – das Herz ist mir so schwer.
Versuche Fuß zu fassen – drum kam ich zu euch her.

Ich bin Nordafrikaner – und ich aus Pakistan.
Und ich bin eine Perserin – gefloh´n aus dem Iran.
Ich spreche Farsi, Urdu, Paschtu – Arabisch und Sanskrit
Jetzt lerne ich die kölsche Sproch – und singe mit üch mit.

Su simmer all he hinekumme, mir sprechen hück al dieselve Sproch.
Mir han dodurch su vill gewonne. Mir sin wie mir sin, mir Jecke am Rhing.
Dat es jet, wo mer stolz drop sin.

Am Schluss beteten alle gemeinsam:

Unser Gott im Himmel, geheiligt werde dein Name, Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel und auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergibt uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und leite uns aus den Versuchungen, und erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.  
Anschließend haben die Muslime zum gemeinsamen Brunch eingeladen, 17.03.2019