Warum ich beim LIB Mitglied bin
Wie jede Religion bezieht auch der Islam seine Stärke aus der Spannung der Gläubigen
zwischen der Gemeinschaft und dem individuellen Glauben.
Für mich steht der individuelle Glaube an erster Stelle, ich bin eine überzeugte Muslimin.
Was jedoch die Gemeinschaft der Gläubigen angeht, kam und kommt keiner der vier
etablierten Verbände (DITIB, VIKZ, ZDM und Islamrat) meiner Vorstellung von einem
pluralen Verständnis des Islam entgegen. Ich empfinde sie alle als dogmatisch, ethnisch geprägt und vor allem zu nah am politischen Islam.
Inhalte und Logistik tragen die Handschrift der Türkei und bestimmter arabischer Staaten und haben weder mit meinem Verständnis von Islam noch mit meinem Alltag irgendetwas zu tun.
Erst mit der Gründung des LIB kam frischer Wind auf. Hier wurde ein Verein gegründet, der nicht nur in Deutschland zu Hause ist, sondern mir auch durch sein progressives Verständnis eine Glaubensheimat werden konnte. Endlich war es mir möglich, Teil einer muslimischen Gemeinde zu sein. Heute bin ich sehr froh, dass wir aus dem LIB heraus die Muslimische Gemeinde Rheinland (MGR) gegründet haben.
So jung der LIB im Vergleich zu den anderen Verbänden ist, er bildet die Pluralität am sichtbarsten des Islam ab. Auch eine „Exotin“ wie ich kann dabei sein, denn „mit – machen“ bedeutet für den LIB nicht automatisch „mit-laufen“. Ich bezeichne mich als „Exotin“, weil ich eine Zweiflerin am Althergebrachten bin. Ich wehre mich dagegen, Glaubensgrundsätze und deren Deutungen nicht zu hinterfragen. Wir müssen Vieles in Frage stellen, was uns jahrhundertelang gepredigt worden ist.
Der Islam ist reformierbar, wie jede Religion. Das lehrt uns die Geschichte. Wer sich die Historie anschaut, wird schnell feststellen, dass es im Islam immer Reformer gegeben hat. Auch wenn sie sich nicht jetzt nicht durchzusetzen vermögen, sie haben dem Islam einen größeren Dienst erwiesen als diejenigen, die meinen, die Zeit anhalten zu müssen.
Heute ist eine zeitgemäße Auslegung von Koran und Sunna wichtiger denn je. Sie wird
viele Gläubige aus dem Konflikt herausholen, sich vermeintlich zwischen Moderne und
Islam entscheiden zu müssen. Sie wird denjenigen, die den Islam als eine gewalttätige Religion auslegen, Einhalt gebieten.
Und last but not least wird sie dadurch den Fortbestand des Islam in den nächsten Jahrhunderten sichern.
In Sure 2:185 heißt es,dass Gott es dem Menschen „leicht machen“ will und nicht schwer.
Und ich schließe mich
den Worten unserer ehemaligen Vorsitzenden und Mitbegründerin des LIB, Lamya Kaddor, an, wenn sie sagt:
„Die Religion ist für den Menschen da – und nicht umgekehrt der Mensch für die Religion.“
Ich füge hinzu: Nur wer den Mut hat, über Veränderung zu diskutieren, kann das, was ihm wichtig ist, behalten.
Ansonsten gerät der Glaube zur Folklore.
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Warum bin ich Mitglied im LIB e.V.
23. Juli 2024Was ist das Ziel des Islams? Was heißt FASTEN?
23. März 2024Waqar Tariq (Berater des Bundesvorstandes des Liberal-Islamischen Bundes)
Die Hauptfrage ist, was ist das Ziel des Islams, mit der muss man sich befassen, bevor wir uns mit dem konkreten Fasten befassen. weil wenn wir uns auf eine Reise begeben, so müssen wir wissen, was eigentlich unser Ziel ist. Sonst irren wir nur verloren und orientierungslos umher, und vergeuden unsere Zeit. Und das gilt insbesondere für die spirituelle Reise, auf der wir uns hier alle befinden, insofern muss man sich mit der Frage befassen als Muslim, was ist also das Ziel des Islams
Der Islam wird zunächst einmal, wie jede andere Religion auch den Menschen an sein wahres Ich erinnern. Daran, dass er mehr ist als ein materieller Körper, dass er nämlich ein geistiges Wesen ist, das den physischen Tod überleben wird. Eine Essenz von Menschen, Geist, Seele und moderner gesprochen, hat er ein Bewusstsein, wie auch immer man diese Essenz mag, wird nach dem physischen Ableben, in einer geistigen Form weiter existieren und wie diese geistige jenseitige Existenz aussehen wird, wird davon abhängen, wie unser innerer Zustand im Diesseits gewesen ist.
Also ob wir unseren Geist mit Liebe, Barmherzigkeit, Licht, Wahrheit geführt haben. Oder ob wir unseren Geist mit Hass, Hochmut, Dunkelheit, Täuschung, Unwahrheit korrumpiert haben. Paradies und Hölle sind keine physischen Orte, zu denen man geht, denn nach dem physischen Ableben verlassen wir ja diese materielle Welt. Paradies und Hölle sind vielmehr geistige Zustände. Sie sind Abbilder unseres inneren Zustandes.
Entscheidend wird also sein was wir in unserem Geist, beziehungsweise in unserem Herzen gehabt haben und in den jenseitigen Dissens mitnehmen. Das Ziel des Islams ist daher die Reinigung, beziehungsweise Läuterung des Herzens, des Geistes der Seele des Menschen, damit jenseitige der geistige Zustand des Menschen ein Schöner ist.
im Koran heißt es in der 33. Sure „Alles, was Gott will, ist euch zu reinigen, euch in vollkommener Weise zu reinigen.
in der 91. Sure heißt es
„Und bei der Seele und ihrer Vollendung, er bewerte ihr den Sinn für das, was für sie Unrecht und was für sie Recht ist. Erfolgreich ist derjenige, der sie reinigt und versagt hat derjenige, der sie verkommen lässt, beziehungsweise korrumpiert.
In der 26. Sure heißt es:
„Und lass mich am Tag da sie, das heißt die Menschen vom Tod erweckt werden nicht zuschanden werden. An dem Tag, an dem den Menschen weder Vermögen noch Söhne etwas nützen werden, sondern nur derjenige auf einen guten Ausgang hoffen kann, der mit einem reinen Herzen zu Gott kommt. Das Herz, gemeint ist natürlich das spirituelle Herz, ist Verbindungsstelle zu Gott. Mit dem Herzen empfangen wird Gott, kann man sagen.
Der Prophet Mohammad sagte: „Wenn ein Mensch sündigt, entsteht ein Fleck auf seinem Herzen. Wenn er bereut und sich von der Sünde befreit, verschwindet der Fleck. Wenn er aber nicht bereut, wenn er aber weiter sündigt, bereitet sich der Fleck auf seinem ganzen Herzen aus, und sein Herz wird immer dunkler und dunkler, bis es nicht mehr empfänglich ist für Gott.
Wenn wir das Paradies als die geistige Nähe zu Gott und die Hölle als die Distanz zu Gott, beziehungsweise die Abwesenheit von Gott und seiner Liebe verstehen, dann wird aus dem Ausspruch des Propheten, klar nicht Gott schickt uns in die Hölle, wir schicken uns selbst in die Hölle. Wir selbst stehen uns im Wege. Das Herz muss also gereinigt werden, sonst ist es nur schwerlich empfänglich für Gott.
Im Koran heißt es in der 83. Sure
„Was sie an schlechten Taten zu begehen pflegten, hat sich ihnen wie eine Schmutzschicht aufs Herz gelegt.
In der 22. Sure heißt es. “Sind sie denn nicht im Lande umhergereist mit Herzen, mit denen sie hätten, verstehen, und Ohren, mit denen sie hätten hören können? Denn wahrlich, es sind ja nicht die Augen, die blind werden, sondern blind werden die Herzen in der Brust.
Alle religiösen Handlungen, die wir begehen, Gebete, Fasten usw sind also kein Selbstzweck, sondern dienen dem einen übergeordnetem Ziel, die Reinigung des Inneren, die Reinigung des Herzens.
Mit dem körperlichen Fasten soll der Mensch in einem Monat in materieller Hinsicht, aus Sparflamme gehen, um innere geistige Dimension zu entdecken und über seine Fehler reflektieren, um sie korrigieren kann.
Viele Menschen fragen, wo ist Gott?
Der muslimische Mystiker Rumi, aus dem 13. Jahrhundert, sagte über seiner Suche nach Gott.
„Ich suchte ihn zu finden. Am Kreuze Christie, aber ich konnte ihn nicht finden. Ich ging zu den Tempeln der Hindus in den alten Pagoden, aber ich konnte nirgendwo eine Spur von ihm finden. Ich suchte ihn in den Bergen und Tälern, aber weder in den Höhen und Tiefen war ich imstande ihn zu finden. Ich ging zur Kaaba in Mekka, aber dort war er auch nicht. Ich befragte die Gelehrten und Philosophen, aber er war jenseits ihres Verstehens. Ich prüfe mein Herz und dort verweilte er, als ich ihn sah. Er ist nirgendwo sonst zu finden.“
Gott ist also nicht da draußen, er ist in uns zu finden. Die spirituelle Reise geht also nicht nach außen, sondern nach innen. In den Tiefen unseres Ichs. Gott sagt in einer islamischen Überlieferung, weder die Himmel noch die Erde können mich fassen, aber das sanfte demütige Herz eines gläubigen Dieners kann das. Das ist also das Fassungsvermögen, das ist das Potenzial des Herzens, dass Gott ihm beigibt. Dieses Potential kann das Herz aber nur entfalten, wie gesagt, wenn es gereinigt wird.
Ich möchte auch einem kurzen Text des muslimischen Theologen Prof. Dr. Mouhanad Khorchide aus Münster vorlesen, indem er die 3 Stufen des Fastens, wie ein muslimischer Mystiker aus dem 11. Jahrhundert darlegte, beschreibt. Khorschide schreibt: „Wieso verlangt eigentlich ein Gott, der den Menschen mit körperlichen Bedürfnissen erschaffen hat, dass er diese Bedürfnisse für einen ganzen Monat auf Sparflamme herunter dreht. Was hat Gott davon und was hat der Mensch davon. Der Koran bringt das Gebot zum Fasten im Zusammenhang mit der Frömmigkeit.
„Zitat: „Ihres Gläubigen, euch wurde das Fasten vorgeschrieben, wie es den Menschen vorher vorgeschrieben war. damit ihr fromm werdet.“ Zitat ende. Man fragt sich dennoch, wieso soll das Unterdrücken einiger körperlicher Bedürfnisse zu Frömmigkeit führen. Der Prophet Mohammed sagte: “Frömmigkeit ist hier,“ und zeigt auf sein Herz. Dies wiederholte er dreimal. Das Herz muss also erst vom Fasten betroffen sein, damit dieses ein Beitrag zur Frömmigkeit leisten kann.
Beim Gebot des Fastens geht es keineswegs nur darum, dass der Mensch lediglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang einfach nichts isst, trinkt oder sich des Geschlechtsverkehrs enthält. Vielmehr sollen sich die Menschen durch diese Enthaltung die Möglichkeit eröffnen, sich mit seinem Inneren auseinanderzusetzen, sowie über seine Beziehung zu Gott, zu dessen Schöpfung und zu sich selbst kritisch zu reflektieren
Ziel des Fastens ist also nicht die Distanzierung von den körperlichen Bedürfnissen, das ist lediglich der erste Schritt auf dem Weg zum eigentlichen Fasten. Dem Fasten des Herzens. Ein muslimischer Gelehrte, unterscheidet daher zwischen dem Fasten der Leien, dem Fasten der besonderen, beziehungsweise der Auserwählten und dem Fasten der besonderen unter den besonderen beziehungsweise der Auserwählten die Auserwählten. Das Fasten der Laien beschränkt sich auf äußere Aspekte. Das heißt: nicht zu essen, zu trinken und keinen Geschlechtsverkehr zu haben.
Das Fasten der Auserwählten ist darüber hinaus ein Fasten der Ohren, der Augen, der Zunge, der Hand, des Fußes und anderer Organe, vor der Sünde. Das Fasten der Auserwählten, unter den Auserwählten ist über diese Stufen des Fastens hinaus, das eigentlich Anzustrebende de Fasten des Herzens.
Dies geschieht, wenn das Herz an Gott gebunden ist, von göttlicher Liebe und Barmherzigkeit ergriffen und erfüllt ist. Das Herz ist dann frei von allen negativen Emotionen, wie Hass, Neid, Gier, Hochmut und so weiter. Es erkennt das Gute in den Dingen und ist immer im Einsatz für das Gute.
Die Distanz zu seinen körperlichen Bedürfe, ist nur die erste Etappe des Fastens, um die Reise in die Tiefen seines Ichs anzutreten.
Mit dem Fasten der Auserwählten ist konkret gemeint, Zitat:“ Das Zügeln der Zunge vor Gerede, Lügen, übler Nachrede, Verleumdung, schimpfen, Streit und einschmeicheln,“ Zitat Ende.
Zitat des Propheten: „5 Dinge machen das Fasten ungültig. Lügen, üble Nachrede Verleumdung, falsche Zeugenschaft, und seinen Blick zu einer fremden Person.“ Zitat Ende
zum Fasten zählt der Auserwählten dann weiter: Das Zügeln die Ohren vor dem Vernehmen übler Nachrede, beziehungsweise Verleumdung und zitiert den prophetischen Ausspruch: Zitat „Derjenige, der üblen Nachrede betreibt und der Zuhörer, beide sind Partner in der Sünde. Zitat Ende. Man spricht auch vom Fasten der Hände und Füße, vor Übergriffen.
Ohne diese Aspekte das Fasten zu berücksichtigen, ist das Fasten lediglich eine körperliche Betätigung, von der niemand etwas hat. Daher der Ausspruch des Propheten: Zitat: So viele Fastende haben nichts von ihrem Fasten außer Hunger und Durst. „Zitat Ende.
Der Prophet Mohammed sagte: Zitat: „Wer in der Fastenzeit lügen, unaufrichtiges oder unverantwortliches Handeln nicht unterlässt, verlangt Gott nicht von ihm, dass er auf sein Essen und Trinken beim Fasten verzichtet“ Zitat Ende.
Letztendlich will der Islam, dass die Verpflichtung zum Guten, keine äußerliche Pflicht mehr ist, sondern aus dem Inneren des Menschen kommt.
Also eine Selbstverpflichtung ist. Der Wächter muss im Herzen sein. Zitat: „Koran Sure 50 „Nicht ein Wort sagt der Mensch, ohne dass neben ihm ein Wächter wäre.“ Zitat Ende.
Der das Fasten auf eine körperliche Enthaltung reduziert ist, wie derjenige der das Beten auf eine körperliche Betätigung reduziert.
Frömmigkeit ist also kein theoretisches Konzept, sondern eine gelebte Tugend und genau hier liegt ein Ziel des Fastens. Mit anderen Worten: „Es geht um die Vervollkommnung des Menschen und diese Vollkommenheit ist ein paradiesischer Zustand, den der Mensch hier und jetzt auf Erden erlangen kann, und soll das Hintenanstellen körperliche materielle Bedürfnisse soll andere Aspekte und Werte im Leben ins Bewusstsein rufen.
Waqar Tariq (Berater des Bundesvorstandes des Liberal-Islamischen Bundes)
DER KORAN STEHT MIT VERNUNFT IM EINKLANG
5. März 2024aus dem Buch "Die erfundene Religion" und die "Koranische Religion" © Koranforschungsgruppe
www.alrahman.de
SURE 8:22 Als die schlimmsten Kreaturen gelten bei Gott die Tauben und Stummen, die nicht verstehen.
SURE 10:100 … Und er legt die Unreinheit (ridschs) auf diejenigen, die keinen Verstand haben.
Der Weg zu Gott ist der Weg der Intelligenz und des Gewissen. Die schlimmste Kreatur in den Augen Gottes ist der, welcher taub für die Wahrheit und nicht geneigt ist, seine Intelligenz zu gebrauchen. Diese Leute nutzen ihren Verstand, ein Geschenk Gottes an die Menschheit, damit sie sich von den anderen
Schöpfungen unterscheiden, nicht und sind gegenüber Seinen klaren Beweisen blind. Sie haben kein Bedürfnis nach Intelligenz, da sie an ihren Herren, ihren Vorfahren, den etablierten Traditionen und der öffentlichen Meinung festhalten.
Jene, die daran gescheitert sind, die Botschaft des Korans zu begreifen, haben versucht sie in ein mit Dogmen und Aberglauben gemischtes System schwer zu bewältigender Forderungen zu verarbeiten. Dies verursachte, dass unzählige Menschen die Religion ablehnten oder Atheisten wurden. Deswegen ist es sehr wichtig, den Koranischen Islam von den traditionellen, bedauerlichen wie auch irrationalen Praktiken zu trennen.
Dies entlastet den Islam von unnötigen Bürden, Erweiterungen und Auslassungen. Die großen Massen, die dem Koran und dem Islam den Rücken zugekehrt haben, werden auf diese Weise, so Gott will, wieder
ihr Interesse zurückgewinnen.
SURE 21:10 Wir haben euch ein Buch herabgesandt, in dem es für euch eine Ermahnung gibt. Wollt ihr denn nicht begreifen?
Dies war die Mentalität, welche für 278 Jahre den Gebrauch der in den 1450ern erfundenen Druckerpresse verzögerte und die Ulama (Theologieprofessoren) dazu anleitete die Söhne des Sultans enthaupten zu lassen, eine Todessünde gemäß Koran. Dies war die Mentalität hinter den Praktiken der primitiven und grausamen Taliban in Afghanistan und der strengen und unnachgiebigen Schiiten im Iran, die die Kundgaben des Koran für ungenügend befanden. Diese mentale Ansicht endete darin, die Imame, Mullahs und Scheichs und ihre falschen Stellungnahmen zu Religionsquellen zu erheben, die groteske, gemischte Systeme erfanden, die an die Stelle von Gottes Worten gesetzt wurden. Die Verkündungen dieser Leute haben die Autorität entworfen und Andersdenkende zu Apostaten erklärt und sie
exkommuniziert.
Es ist eine Tatsache das der Koran die Exklusivität des Islam besitzt und dass niemand, keine Sekte, kein
Scheich oder keine Autorität befugt ist, irgendetwas davon aufzuheben oder hinzuzufügen. Das Ziel der Religion ist die Menschheit. Einen Menschen irrezuführen, indem Gegensätze zwischen ihm und dem Leben hervorgerufen werden, und Zwietracht zwischen ihm und sich selber hervorzurufen, ist zum
Scheitern verurteilt und endet schließlich in einem Desaster. Der Islam ist in seiner Essenz frei von allen (logischen) Widersprüchen, wohingegen die Pseudo-Religion ein Lager von Inkonsistenzen, Folge- widrigkeiten und Quellen von Miseren ist. Es ist unvorstellbar, dass die von Gott offenbarte Religion, welche in perfekter Harmonie mit der menschlichen Natur stehen sollte, Widersprüche enthält.
SURE 30:30 So richte dich nach der Religion des strikten Monotheismus! Das ist Gottes Naturgesetz, gemäß dem Er die Menschen erschaffen hat. Gottes Schöpfung ändert sich nicht. Das ist die vollkommene Religion. Doch die meisten Menschen wissen nicht.
Der einzige Gesetzgeber ist Gott, solange die Religion behandelt wird. Gott hat mit der Menschheit durch den Koran als die einzige Autorität gesprochen, ein explizites Buch und frei von allen logischen Widersprüchen; ein Buch, das all Seine Botschaften enthält. Die Richtigkeit dieser Tatsachen zu erkennen ist gleichwertig mit dem Kennenlernen des Islam, der dem Koran entspringt, dem Wort des Allmächtigen, des einzigen Gesetzgebers. Diese Erkenntnis führt zur Annullierung aller grundlosen Mächte der entworfenen ‚Autoritäten‘ und zur Bestätigung der Tatsache, dass Gott die Eine und Einzige Autorität ist und es keinen Gleichgestellten gibt. Der Prophet, der Gesandte Gottes, hat weder eine weitere Quelle als den Koran verkündet noch irgendwelche Doktrinen im Namen des Islam diktiert. Wenn sich eine angebliche Aussage oder ein angeblicher Kommentar des Propheten mit dem Koran kollidiert, wenn irgendetwas vom Text des Korans aufgehoben wird oder etwas hinzugefügt wird, so stellt dies sowohl
den Islam als auch den Propheten falsch dar. Wir sollten gewarnt sein, die so genannte etablierte Religion mit der Religion des Korans gleichzusetzen und sollten die Gründe herausfinden, wieso die behaupteten oder geglaubten Punkte der Religion in Wirklichkeit außerhalb seines Bereiches liegen und fern von aller Gültigkeit sind.
Die Botschaft der Barmherzigkeit
28. Februar 2024Jesus und Maria im Koran
Anekdoten über Jesus
Der persisch-islamische Gelehrte, Mystiker und Theologe al-Ghazālī (1066-1111) berichtet die folgende Anekdote: Jesus war mit seinen hawariyoun (Jüngern) unterwegs, als sie am Kadaver eines Hundes vorbeikamen. „Buh!“ riefen die Jünger aus, „was für ein Gestank!“ Da hielt Jesus an, um auf die glänzenden weißen Zähne des Geschöpfs aufmerksam zu machen. Und Jesus schalt seine Jünger und gebot ihnen, nicht schlecht über den armen Hund zu reden und erklärte: „Sagt nichts als Lobenswertes über Gottes Geschöpfe.“
Der Wanderprediger Jesus plädierte in seinem Wirkungsbereich im Römischen Reich für gewaltfreie Kommunikation, für eine Verständigung zwischen Menschen, die auf tiefer Liebe und Barmherzigkeit basiert. Selbst seine Peiniger schließt er in das Konzept der Barmherzigkeit mit ein: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“ (Lukas 23,34).
Exklusivität und Terror jedoch entstehen durch Unwissenheit sowie sozialen und politischen Analphabetismus auf Grundlage einer hasserfüllten Geisteshaltung.
Jesus Christus galt nicht nur als ein Weiser, der mit den Menschen spricht, sondern vielmehr als Handelnder, der Gedanken, Bewusstsein, Planung und Zielsetzung in seine Kommunikation einbezog. Diese Art der Kommunikation wird als soziales Handeln verstanden, welches bestimmte Ziele anstrebt. Genau diese Ziele waren eine Gefahr für die Stabilität des römischen Imperiums. „So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!“ (Matthäus 22,21).
Barmherzigkeit leben: eine Menschheitsaufgabe
Die Autoritäten werden in Frage gestellt und ihre Macht eingeschränkt, aber gleichzeitig werden sie als „Nächste“ angesehen, die man lieben soll, wie sich selbst. Dies bedeutet eine große Herausforderung, eine Selbstüberwindung, die unser Vorstellungsvermögen übersteigt. Dieses Konzept der Barmherzigkeit ist eine Menschheitsaufgabe. Wie weit sind wir heute davon entfernt, es zu leben?
Mit enjil, dem „Evangelium“, das „Rechtleitung und Licht enthält“ (Sure 5,46), bekräftigt Issa (Jesus) „die Wahrheit der vorhandenen Thora“, die zur Erlösung aller Menschen gesandt worden ist. Nach diesem Verständnis verkünden die Propheten dieselbe Gottesbotschaft in verschiedenen historischen Kontexten (Suren 14,4; 16,36).
Jesus Christus, das Licht der Barmherzigkeit, der unsere Herzen heilt und unsere Augen und Ohren öffnet, der uns zum Leben erwecken will, ist traurig über den Zustand der Welt und die Taten der Menschen. Er hat uns Seligkeit versprochen. Den Hungrigen, Durstigen und Unterdrückten dieser Welt hat er in der Bergpredigt Gerechtigkeit versprochen, den Sanftmütigen das „Erdreich“, den „Barmherzigen“ Barmherzigkeit, den Verfolgten das „Himmelreich“ und den Leidtragenden „Trost“. Das Projekt der Befreiung der Menschheit aus ihren persönlichen, sozialen, traditionellen, wirtschaftlichen und politischen Ketten ist immer noch unvollendet.
Vergessen wir jedoch seine Mutter nicht. Maria, auf Arabisch Maryam, ist die einzige Frau, die im Koran mehrmals namentlich erwähnt wird. Die 19. Sure mit 98 Versen trägt den Namen Maryam. Jesus Christus wird stets als „Sohn Marias“ benannt. Sie gilt in der islamischen Tradition und insbesondere in der islamisch-mystischen Literatur als die „heilige“ Frau schlechthin. Die Barmherzigkeit Gottes zeigt sich an ihr, Maryam ozar, der „unbefleckten Maria“, die voraussagte: „Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder. Denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und dessen Name heilig ist“ (Lukas 1, 46-48).
Wir verehren gleichzeitig eine vorbildliche Frau, in der der Geist Gottes (ruhon minho, رُوحٌ مِنْهُ, Sure 4,171) Gestalt annahm, eine Frau, die uns Standhaftigkeit lehrt und die für die Menschheit zum Symbol der Tugendhaftigkeit wurde. Sie ging zuversichtlich, trotz der ungeheuren Prüfungen, den Weg, den Gott ihr anbot und sie zeigte ihre Treue.
Hass und religiöse Intoleranz verfälschen heute die Botschaft Jesus
Die Region, in der „der Mensch gewordene Gott“ vor 2000 Jahren dem mächtigen Römischen Reich die Stirn bot, wo er die Botschaft der Barmherzigkeit und Liebe verkündete und in ihren Gassen und Häusern die Menschen „heilte“, den „Blinden die Augen öffnete“, die „Toten“ zum Leben erweckte und sich für diese Botschaft opferte, versinkt heute in Hass und religiöser Intoleranz.
Dieser Hass ist dem Geist des Monotheismus jeder Prägung fremd und mit dem monotheistischen Verständnis des Glaubens nicht in Einklang zu bringen. Die Trennlinie in den monotheistischen Lehren verläuft nicht zwischen „Gläubigen“ und „Ungläubigen“, sondern zwischen Gewaltherrschern und Tyrannen einerseits und den sozial Schwachen und Unterprivilegierten andererseits, unabhängig von ihrer religiösen, nationalen oder ethnischen Zugehörigkeit.
Im koranischen Verständnis verläuft also die Trennlinie zwischen den Menschen, die Pluralität und Diversität bejahen einerseits und den Menschen die Exklusivität fordern und einen demokratischen Geist ablehnen.
Der Monotheismus lehnt jegliche Bevormundung, jegliche Verherrlichung von Menschen, Ideen oder Gedanken ab. Das einzig gültige Leitprinzip ist Gott. Gott ist rahma, Barmherzigkeit und Liebe zu den Menschen. Gott hat sich im Koran zur Barmherzigkeit gegenüber den Menschen verpflichtet: „Euer Herr hat sich zur Barmherzigkeit verpflichtet. Wenn (demnach) einer von euch in Unwissenheit Böses tut und dann später umkehrt und sich bessert (findet er Gnade). Gott ist barmherzig und bereit zu vergeben“ (Sure 6,54).
Das arabische Wort rahma ist mit dem Wort rahim verwandt. In seiner Grundbedeutung verweist es im Hebräischen wie im Arabischen auf den Mutterleib, genauer den Mutterschoß. Dadurch gewinnt das Wort Barmherzigkeit eine starke emotionale Konnotation. Mit dem Begriff Mutterschoß werden Wärme, Liebe, Zärtlichkeit und Geborgenheit assoziiert. Nur mit dem Licht der Barmherzigkeit gelingt es uns, die Welt friedvoll zu gestalten.
Aziz Fooladvand
© Qantara.de 2022
Aziz Fooladvand ist promovierter Soziologe und Islamwissenschaftler. Er unterrichtet Islamische Religion an einer Schule in Bonn. Als Experte für islamischen Fundamentalismus ist er in der Integrations- und Präventionsarbeit sowie bei der Deradikalisierung von Jugendlichen tätig. Seit mehreren Jahren ist er außerdem aktives Mitglied bei Amnesty International. Seit 2009 im interreligiösen Dialog und als Referent in Schulen, Jugendämtern sowie als ehrenamtlicher Flüchtlingshelfer aktiv.

Gleichberechtigung im Namen des Islam
24. Februar 2024Pionierin des Islam in Deutschland
23. Februar 2024Der Lichtvers
27. Dezember 2023Der kürzeste Tag im Jahr ist der 21. Dezember. Die Nacht bricht früh herein. herrscht Dunkelheit. Wichtiger denn je ist in diesen Tagen das Licht. Verzweifelt versucht der Mensch die Dunkelheit zu vertreiben, auf den Straßen und in den Häusern. Doch ich möchte nicht vom allseits bekannten Licht durch Elektrizität oder Feuer schreiben.
NEIN, GEMEINT IST DAS LICHT IM HERZEN DER MENSCHEN.
24:35 Gott ist das Licht der Himmel und der Erde. Das Gleichnis von seinem Lichte: Das Licht ist wie eine Nichte in der einer Leuchte. Die Leuchte ist in einem Glas. Das Glas gleicht einem Stern, einem funkelnden. Angezündet von einem Baum, einem gesegneten. Einem Ölbaum, nicht östlich, nicht westlich, dessen Öl leuchtet beinahe, ohne dass es berührt hätte das Feuer. Licht über Licht. Gott führt zu seinem Licht, wen Er will, und Gott führt den Menschen die Gleichnisse an. Und Gott weiß über alle Dinge Bescheid.
Nur durch und mit Gott können wir dieses Licht finden. Dies gilt für alle Menschen, jede*n Gläubige*n, jede*n Gottergebene*n (Muslim*innen), egal aus welcher Religion.
5:46 Und wir ließen hinter ihnen her Jesus, den Sohn der Maria, folgen, dass er bestätige, was von der Thora vor ihm da war. Und wir gaben ihm das Evangelium, das (in sich) Rechtleitung und Licht enthält, damit es bestätige, was von der Thora vor ihm da war, und als Rechtleitung und Ermahnung für die Gottesfürchtigen.
Wo bleiben bei all den religiösen und traditionellen Bräuchen die Liebe und das Licht der Herzen? Lange schon sind diese zum «Kommerz» verkommen. Viel Geld wird ausgegeben, doch nicht zum Zweck der Nächstenliebe, wie man meinen sollte. Nein, für die perfekte Dekoration, das Geschenk und das Festtagesessen. Es heißt wir sollen uns besinnen, doch sind alle wie von Sinnen.
So sicher wie die Sonne am Himmel steht, ist Licht in uns. Doch allzu oft verdecken uns Wolken das Licht. Bei der Sonne vertrauen wir selbst nach vielen Regentagen darauf, dass sie noch da ist. Und so sollten wir auch auf unser Licht vertrauen, denn es ist und war immer da.
Lasst uns fern ab von Traditionen das Licht in uns wiederfinden. Allein oder im Miteinander, in der Stille, im Gebet, im Herzen, in der Seele. Damit die Tage lichterfüllt sind, wenn keine Kerze brennt. Damit die Tage lichterfüllt sind, wenn dein Herz rennt.
z. Teil aus Koranforschungsgruppe alrahman.de
Das koranische Lichtgleichnis führt von einem ungelösten Rätsel zum anderen, so schreibt Prof. em. Dr. Stefan Wild.
Die Leuchte ist in einem Glas wie ein funkelnder Stern, angezündet von einem gesegneten Olivenbaum, weder östlich noch westlich ….Der Koran entwirft hier Elemente einer Lichtmystik, welche die Aussage des Nizänischen Glaubensbekenntnis „ Gott von Gott, Licht vom Lichte“ bei Weitem übertrifft.

KORAN ERKLÄRT Im Koran wird an mehreren Stellen gesagt, Gott habe Menschen in Affen und Schweine verwandelt. Zweimal geschieht das demnach mit Juden als Strafe für den Bruch des Sabbats. Diese Verse werden oft zitiert, um den Vorwurf des Antisemitismus zu erheben.
16. November 2023Sendereihe „Koran erklärt“ Deutschlandfunk
Von Prof. Dr. Reuven Firestone, Hebrew Union College, Los Angeles, USA | 16.02.2018
„Und gewiss kennt ihr diejenigen unter euch, die das Sabbat-Gebot brachen. So sprachen wir zu ihnen: ‚Seid Affen, Verachtete!‘ Und dann machten wir dies zu einer Strafe für die Zeitgenossen und die Nachkommen und zu einer Ermahnung für die Gottesfürchtigen.“
Der Koran spricht dreimal davon, dass Menschen in Affen verwandelt werden. In zwei Fällen (Sure 2 Vers 65; 4:163-166) stellt die Verwandlung eine göttliche Strafe für den Bruch des Sabbats dar, obgleich das konkrete Vergehen nicht genannt wird. Beim dritten Vorfall verflucht Gott Leute, auf die er zornig ist, und macht aus ihnen Affen und Schweine. (5:60).
Die Verse fügen sich in ein Muster des Korans ein. Sie drücken die ambivalente Haltung zu den so genannten „Leuten des Buchs“ (ahl al-kitâb) aus. Damit sind Juden und Christen gemeint. Beide sind Gemeinschaften, die einst göttliche Rechtleitung in Form einer Heiligen Schrift empfangen haben.
Einerseits werden Juden und Christen als Gläubige an den einen großen Gott respektiert (Sure 2 Vers 62; 5:69; 22:17). Andererseits scheitern sie laut Koran daran, ganz nach den göttlichen Geboten zu leben. Sie verzerrten Text oder Bedeutung ihrer Heiligen Schriften, heißt es. Würden darin Forderungen gestellt, wollten sie ihnen nicht nachkommen (2:101 und 174; 3:78; 4:46; 5:13, 41). Zudem lehnen sie laut Koran ab, die wahre Einzigkeit Gottes zu akzeptieren (4:171; 5:72-75, 116; 19:88-93; 23:91). Ihre Defizite öffnen letztlich die Tür für eine neue göttliche Botschaft, überbracht vom letzten und edelsten Propheten Gottes: Mohammed.
Die eingangs zitierten Verse stellen eine Polemik gegen Juden und Christen dar. Sie machen nichts anderes als frühere heilige Schriften. Auch diese enthalten Polemiken gegen etablierte religiöse Kräfte, die neue Gemeinden und deren Anspruch auf Verkörperung der Heiligen Schrift ablehnen.
So stellten sich die meisten Juden gegen Jesus (Bibel: Matthäus 16 Vers 1;19:3, 22:23-46; Markus 10 Verse 2-12), die meisten vor-israelitischen Völker gegen das Alte Testament (Bibel: 4. Buch Mose Kapitel 22-24) und die meisten Juden und Christen gegen Mohammed. Wie die Heiligen Schriften vor ihm reagiert auch der Koran mit Verachtung auf diesen Widerstand.
Der Koran bringt seine Anliegen einerseits durch Argumentation zum Ausdruck. Andererseits greift er auf biblische Erzählungen zurück. Manchmal zitiert der Koran dazu aber auch Geschichten, die man nicht aus anderen Quellen kennt. Exakt das trifft auf unsere beiden Verse zu.
Das ältere Schrifttum beinhaltet zwar Berichte von Israeliten, die Gottes Erwartungen auf unterschiedliche Weise verletzt haben. Auch tauchen Affen in verschiedenen antiken Werken auf. In jüdischen und christlichen Traditionen jedoch finden sich keine nennenswerten Darstellungen, bei denen Gott Missetäter in Affen verwandelt hat. Es gibt allenfalls einige indirekte Hinweise. Diese taugen aber nicht als Beleg dafür, dass der Koran die Geschichte aus früheren Werken entlehnt hat, wie manche Orientalisten meinen.
Die Geschichte im Koran ist einzigartig. Sie untermauert eindrucksvoll Gottes Vorsehung und seine Forderung nach Gehorsamkeit. Als eine allgemein gültige Botschaft richtet sie sich sowohl an Juden und Christen als auch an jene Araber, die traditionellen Religionen anhängen.
Die Verwandlung von Missetätern in Affen ist Teil einer größeren Botschaft, die sich in den anderen monotheistischen Schriften ebenso findet. Sie lautet:
„Wer Gutes tut, Böses meidet und Gottes Autorität annimmt, wird gesegnet sein und belohnt werden. Alle anderen indes werden leiden.“
2 Surah Al-Baqara
ANTISEMITISMUS?
Zu Affen und Schweinen gemacht.
1. Betrachtung
Im Koran wird ein Fluch erwähnt, der aus Sündern Affen, Schweine und Götzendiener werden lässt. Viele beziehen ihn speziell auf Juden, weswegen im Kontext des Antisemitismus immer wieder darauf verwiesen wird.
Sieben verlorene Perlen
15. November 2023Ein Buch von Prof. Dr. Mouhanad Khorchide
Rayyans Reise zu den Schätzen des Islams.
Der Autor hat mehrere erfolgreiche Sachbücher veröffentlicht. Mit seinen Veröffentlichungen wendet er sicch geegen Machtmissbrauch, den Islam als Unterdrückungsreligion zu intepretieren. Als Professor für Islamische Religionspädagogik leitet er auch das Zentrum für Islamische Theologie an der Universität Münster. Sein Lehrstuhl ist der größte seiner Art in Europa.

Interreligiöser Dialog in Deutschland Von der Toleranz zur Akzeptanz
28. August 2023Ein neues Projekt der Uni Erlangen-Nürnberg will Schüsselbegriffe aus Judentum, Christentum und Islam für den interreligiösen Dialog aufbereiten. Mit wissenschaftlichen Erkenntnissen wollen die Wissenschaftler Scharfmachern entgegenwirken. Professor Georges Tamer, Projektleiter der Uni Erlangen-Nürnberg Aufgrund von Gemeinsamkeiten und Unterschieden den anderen so erkennen, wie er sich selbst verstanden haben will: "Als Christ, Muslim, Jude oder Nichtgläubiger muss ich wissen, wie der andere sich selbst religiös definiert, und dieses Anderssein anerkennen. Es geht nicht um ein gleichgültiges Tolerieren. Wir brauchen eine höhere Stufe als Toleranz, nämlich Anerkennung und Akzeptanz, ohne Unterschiede zu vertuschen", so Professor Georges Tamer. Tamer: Ziel ist es nicht nur, die Differenzen festzustellen, sondern aufgrund von Gemeinsamkeiten und Unterschieden den anderen so zu erkennen, wie er sich selbst verstanden haben will. Als Christ, Muslim, Jude oder Nichtgläubiger muss ich wissen, wie der andere sich selbst religiös definiert, und dieses Anderssein anerkennen. Es geht nicht um ein gleichgültiges Tolerieren. Wir brauchen eine höhere Stufe als Toleranz, nämlich Anerkennung und Akzeptanz, ohne Unterschiede zu vertuschen. Als Motto des Projekts dient eine altarabische Weisheit, wonach der Mensch ein Feind dessen ist, was er nicht kennt.



