TOD (christlich)
Der Tod, bedingt durch den endgültigen Stillstand aller physiologischer Lebensfunktionen, ist das unwiderrufliche Ende eines Lebenswesen.
Was auch immer die unmittelbare Ursache hierfür sein mag, der letzte Grund liegt in der Kontingenz, in der Endlichkeit geschaffener Wirklichkeit, und umgreift alles was ist.
Dass der Mensch sich der Einsicht, selbst davon betroffen zu sein, nicht entziehen kann, ist von größter existenzieller Tragweite.
Mit dem Tod geht sein Dasein unwiderruflich zu Ende, der Sinn des Lebens wird radikal und infrage gestellt. Dagegen ließe sich einwenden, der Mensch werde von einem derartigen biologistisch und empiristisch reduzierten Verständnis des Todes überhaupt nicht betroffen, er sei mehr und anders als nur ein Fall von Weltwirklichkeit, er bestehe wesentlich in seiner unsterblichen Seele.
Diese These hat ihre Wurzeln im mythologischen Bereich der Orphik, einer religiös-philosophischen Bewegung der Antike. Platon (gest. 348/347v. Chr.) hat deren Gedanken aufgenommen und in seiner Lehre eines radikalen Leib-Seele-Dualismus entfaltet. In diesem Kontext wird der Tod als Trennung der unsterblichen Geist-Seele von ihrem vergänglichen Körper gedeutet.
Die christliche Auffassung von Welt und Mensch unterscheidet sich radikal von solchen philosophischen Entwürfen, wenngleich nicht übersehen werden darf, dass die genuin christlichen Vorstellungen vom Tod bis heute im neuplatonischen Sinn verfälschend interpretiert wurden. Dem christlichen Offenbarungsverständnis ist jeder Dualismus fremd
Der Mensch ist als unaufhebbare innere Einheit aus Geist und Materie von Gott geschaffen.
Die Seele ist die Wirklichkeit des Leibes und der Leib die Erscheinung, das Dasein der Seele. Der Tod kann deshalb nicht als Trennung von Leib und Seele gedacht werden, sondern nur als das Ende des ganzen Menschen. Nichts am Menschen überlebt den Tod.
Mit der Frage nach dem Ende des irdischen Daseins und der Möglichkeit einer Existenz jenseits der Todesgrenze ist die eigentlich theologische Dimension der Todesproblematik noch nicht angesprochen.
Wenn in der Schrift vom Tod die Rede ist, dann geht das nicht um das medizinisch feststellbare Ende des Menschen, es geht vielmehr um den Tod als die eigentliche Folge der Sünde. Mit Sünde wird das Verhältnis des Menschen zu Gott Thema. Sünde bedeutet Trennung von Gott und insofern Schlimmeres als das biologische Ende des Lebens.
Die Abkehr von Sünde, und damit die Überwindung der Trennung von Gott ist zugleich die Überwindung des Todes und infolgedessen ewiges Leben als Gemeinschaft mit Gott.
Diese Wirklichkeit beginnt schon in diesem Leben. Das ist gemeint, wenn von der „Auferstehung der Toten“ die Rede ist (vergl. 1 Joh 3/14; Joh,11,25; 2 Kor5,5)
An Gott glauben und gleichzeitigen dem endgültigen Tod verfallen zu sein schließt sich gegenseitig aus.
Tod (islamisch)
Tod, bedeutet das Ende des Lebens. Die Auflösung der Einheit von Leib und Seele hat den Tod zu Folge.
Muslimische Gelehrte haben versucht, den Tod im Rahmen der Verhältnisbestimmung zwischen Leib und Seele zu erklären.
Es gibt zwei unterschiedliche Positionen. Nach der einen gilt die Seele für eine veränderliche Eigenschaft (Akzidens), nach der anderen für eine unveränderliche Substanz.
Daraus resultieren zwei Deutungen des Todes.
Jene, die die Seele als Akzidenz definieren, nehmen an, dass sie nach dem Tod des Lebens nicht weiter existieren können, da sie notwendigerweise mit dem Leib verbunden ist. In diesem Fall bedeutet die Anwesenheit der Seele im Leib das Leben, das Verlassen dagegen der Tod. Ein erneutes Leben ist nur durch Wiedererweckung des Menschen oder durch dessen Neuschöpfung möglich.
Im Koran kommt dies in der Vorstellung zum Ausdruck, dass am Tag des Gerichts sowohl Himmel und Erde als auch jeder einzelne Mensch neu geschaffen werden. Jedoch bewahren dies durch Neuschöpfung zur Existenz gebrachten Menschen die gleichen Züge, die sie in ihrer jeweiligen Identität entwickelt haben (14/48) Der Verstorbene wird also in seinem vollständigen seelisch-leiblichen Zustand neu erschaffen.
Andere muslimische Gelehrte haben die mit dem Leib verbundene Seele für unzerstörbar und verstehen den Tod als Trennung von Leib und Seele.
Hier ist der Leib – im Gegensatz zur obigen Auffassung – für die Existenz der Seele nicht erforderlich; die Seele existiert also unabhängig vom Leib. Gemäß dieser Auffassung wird der Leib auf ein Werkzeug reduziert, das der Seele untergeordnet ist.
Der Tod – sei es derjenige von Leib und Seele oder nur der des Leibes – ist ein Ereignis, das jedes Lebenswesen trifft. Die islamische Religion legt dar, dass in den anderen, von dem Leben in der Welt in das Leben im Jenseits, bedeutet, So betrachtet bedeutet der Tod als nicht Vernichtung oder Ende, sondern einen Übergang von der endlichen Existenz in die unendliche.
Auszug aus Lexikon des Dialogs
Jenseits (christlich)
Die Vorstellung von einem Jenseits als Reich der Verstorbenen ist religionsgeschichtlich lange vor dem Auftreten des Christentums entstanden. Zahlreiche Elemente der vorchristlichen Jenseitsauffassungen fanden vor allem in den Volksglauben der Christen Eingang, aber auch in die Bibel und das theologisch-literarische Schrifttum.
Trotzdem sind solche Einflüsse nicht unproblematisch.
Die traditionellen Ausmalungen des Jenseits sind nur sehr bedingt dazu geeignet, das Spezifische der christlichen Eschatologie (=Lehre vom Leben nach dem individuellen Tod und dem Ende der Welt) zu vermitteln
Der Grund dafür liegt darin, dass die jenseitigen Dimensionen zuallermeist noch in räumlichen oder sogar zeitlichen Kategorien gedacht werden.
Das Jenseits wird als Ort oder auch als Dauer neben oder Außerhalb der Welt der Lebenden vorgestellt und somit einem DIESSEITS parallel gesetzt.
Diesseits und jenseits erscheinen so als Teile eines beide umfassenden Kosmos, wobei das Jenseits dann noch in einem Bereich der Vollendung (Paradies, Himmel) oder eine Bestrafung (Unterwelt, Hölle) untergliedert wird.
Der christlichen Auffassung kann man aber nur gerecht werden, wenn man das Leben nach dem Tod in Kategorien denkt, die Raum und Zeit absolut transzendieren.
Das von Gott dem Menschen nach christlichem Glauben geschenkte neue Leben nach dem irdischen Tod ist nicht als ein Übergang zwischen zwei Welten zu verstehen. Erhofft wird vielmehr eine Vollendung des diesseitigen Lebens und der diesseitigen Welt, in die all das in verwandelter Weise mit aufgenommen wird, was in der geschichtlichen Zeit des Individuums und des Universums geworden ist.
In diesem Zustand jenseits von Raum und Zeit wird die ganze Schöpfung von der Vergänglichkeit des Todes befreit und der Mensch mit einer neuen dialogisch-personalen Nähe zu Gott >von Angesicht zu Angesicht< (1.Kor 13,12) beschenkt.
Aufgrund ihres beseligenden und erhebenden Charakters wird die Vollendung bildhaft auch mit dem kosmologischen Phänomen des Himmels in Verbindung gebracht.
Auf Grundlage des christlichen Glaubens an einen absolut liebenden und verzeihenden Gott ist die Annahme gerechtfertigt, dass Gott grundsätzlich allen Menschen den Weg in diese Vollendung nach dem Tod eröffnet.
Da Gott den Menschen aber als Wesen mit freiem Willen geschaffen hat, kann auch Gott keinen Menschen nach dem Tod gegen dessen Willen retten. Von daher ergibt sich die Notwendigkeit zumindest der Möglichkeit einer bleibenden Entscheidung gegen Gott und seine verzeihenden Liebe, die eine entsprechende Gottferne zur Folge hat.
Dieser von einer freien Willensentscheidung des Menschen zu verantwortender Zustand der Abkehr von Gott ist der christliche Sinn der traditionelle Rede von der Hölle.
Da diese Befindlichkeit der prinzipiell auf Gott ausgerichteten menschlichen Natur nicht wesensgemäß ist, wird sie mit Schmerz, Qual und Pein in Verbindung gebracht.
Das im Zusammenhang mit dem Jenseitsglauben angenommene „Jüngste Gericht“ kann positiv als Moment der endgültigen und freien Entscheidung des Menschen in die Bereuung der eigenen Schuld und die Annahme der barmherzigen Liebe Gottes gedeutet werden.
Jenseits (islamisch)
Unter Jenseits versteht man ein im Anschluss an das irdische Dasein beginnendes Leben.
Der Glaube an das Jenseits gehört zu den Grundlagen der islamischen Religion.
Am jüngsten Tag endet die kosmische Ordnung und Gott errichtet eine neue Ordnung. In dieser werden die Menschen auferweckt und beginnen ein neues Leben.
Nach der Wiedererweckung werden sich die Menschen an einen Ort versammeln, an dem eine Waage aufgestellt wird und wo sie gemäß ihren Taten zu Rechenschaft gezogen werden.
Für das Verständnis des Jenseits ist der Glaube ausschlaggebend, dass der Mensch für seine Taten in der Welt vor Gott verantwortlich ist. Je nach göttlichem Urteil werden die Menschen nach dem Tod entweder belohnt oder bestraft. Als Belohnung ist das Paradies vorgesehen, als Strafe hingegen die Hölle.
Der Glaube an das Jenseits setzt den Glauben Gottes Allmacht (36,37) und das Vertrauen auf Gottes gerechtes Urteil (23,86) voraus.
Gott hat den Menschen bei der Erschaffung mit Würde und Vernunft ausgestattet. Der Mensch hat die Fähigkeit, Gutes vom Schlechtem, Wahres vom Falschem, Gerechtigkeit von Ungerechtigkeit zu unterscheiden. Gott hat dem Menschen in der Welt viele Gnadengaben zukommen lassen. 6/2; 32/9) und ihm damit eine große Verantwortung übertragen, (76/1-3; 11/7)
Er stellt die Menschen vor die Entscheidung, das Gute zu wählen. Somit trägt der Glaube an das Jenseits dazu bei, dass ein Muslim ethisches Verhalten entwickelt. Nach islamischem Glauben werden gute Menschen im Jenseits durch eine wahrhaftige, ewige Gnadengabe belohnt. Der Mensch sollte aus den von Gott gewährten irdischen Gütern auf beste Weise Nutzen ziehen, dabei jedoch nicht vergessen, dass sie vergänglich sind.
Ausschließliche Hinwendung zu irdischen Gütern führt zu Entfremdung von Werten, wie Gerechtigkeit, Wohltätigkeit, Selbstlosigkeit, Tugendhaftigkeit, Vergebensbereitschaft und gesellschaftlicher Solidarität – von Werten als, für die man im Jenseits belohnt wird (16/60)
Teile aus dem Buch Lexikon des Dialogs.
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Tod und Jenseits (christlich + muslimisch
3. Januar 2025Muslime werden von den Verbänden bevormundet!
27. August 2011Muslime sehen sich bevormundet 
„Es geht um eine offene Pädagogik, in der die Erziehung zu eigener Verantwortung im Vordergrund steht.“
RELIGIONSUNTERRICHT Liberale Verbände:
Ministerin Löhrmann setzt zu stark auf Konservative
VON ASTRID WIRTZ
Köln. Gegen die Pläne der rot-grünen Landesregierung für den islamischen Religionsunterricht an nordrhein-westfälischen Schulen regen sich bei einem Teil der Muslime jetzt Widerstand und Besorgnis. In einem offenen Brief an Ministerpräsidentin Hannelore Kraft werfen der Liberal Islamische Bund (LIB) und der Verband Demokratisch-Europäischer Muslime (VDEM) der Regierung eine einseitige Bevorzugung der „traditionell-konservativen“ Islamverbände vor. Und auch an der Basis bei den bislang im Rahmen eines Schulversuchs tätigen rund 80 Islamkunde-Lehrern wächst das Unbehagen.
Stein des Anstoßes ist der achtköpfige Beirat, der über die religiösen Inhalte und die Bestellung des Lehrpersonals für den künftigen islamischen Religionsunterricht in NRW entscheiden soll. Dieser soll zum Schuljahr 2012/2013 als ordentliches Lehrfach flächendeckend eingeführt werden. In diesem Beirat sollen die vier eher traditionell-konservativen Islamverbände (Ditib, Zentralrat der Muslime, Islamrat und VIKZ) je ein Mitglied entsenden dürfen. Die anderen vier Plätze werden zwar von der Landesregierung besetzt, aber nur – und das macht die Besorgnis aus – im Einvernehmen mit den Verbänden.
Auf diese Weise werde die Dominanz der Konservativen zementiert, argumentieren die Kritiker. Das erscheint den liberalen Gruppen umso bitterer, als die Dachverbände auch nach Einschätzungen des Bundesinnenministeriums allenfalls 20 Prozent der in Deutschland lebenden Muslime vertreten.
Muslime, die „eigene praktische, theologische und philosophische Vorstellungen vertreten“, die sich von denen der Verbände unterschieden, wären von der Entwicklung des Unterrichts damit ausgeschlossen, heißt es in dem Brief der Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor, die für den LIB spricht, und von Hadi Schmidt-El Khaldi vom VDEM. Man sähe sich, würden die Pläne weiter verfolgt, genötigt, Schritte einzuleiten, „um wie die Aleviten einen eigenen Religionsunterricht zu organisieren und einzufordern“.
Dabei sollte der Beirat der Politik aus einem alten Dilemma heraus helfen. Seit Jahren nämlich fehlt es an einem verbindlichen gemeinsamen Ansprechpartner unter den Muslimen. Die vier großen Islamverbände sind bisher, trotz ihres Zusammenschlusses im Koordinierungsrat der Muslime, nicht als Religionsgemeinschaft anerkannt. Lange Zeit fehlte es den staatlichen Stellen an Vertrauen, den Verbänden den Auftrag für die Gestaltung der Inhalte eines solchen Unterrichts zu überlassen. Einer der Verbände wird vom Verfassungsschutz beobachtet. Andere werden vom türkischen Staat gelenkt. Grundsätzlich gibt es in allen Alt-Verbänden neben den Orthodoxen auch liberalere Vertreter, die aber nach außen eher selten als Wortführer auftreten.
Über Modellprojekte wie den Islamkunde-Unterricht, ein wertneutraler, religionskundlicher Unterricht, kam deshalb auch NRW bisher nicht hinaus. Doch gibt es ein grundgesetzlich verankertes Recht der Religionsgemeinschaften auf bekenntnisorientierten Religionsunterricht. Und weil der Staat aus Gründen der Gleichbehandlung mit den christlichen Kirchen und den anderen Religionsgemeinschaften – unbeschadet des staatlichen Aufsichtsrechts – keine religiösen Unterrichtsinhalte festlegen darf, braucht er Ansprechpartner. Wenn jetzt allein die konservativen Verbände Einfluss auf die Lehrpläne und die Auswahl der Lehrkräfte erhielten, würden Generationen von Jugendlichen von deren Vorstellungen geprägt, findet auch eine Islamkunde-Lehrerin aus Krefeld. „Wenn die erst mal im Sattel sitzen, ist es schwer, sie wieder loszuwerden.“ Aus Furcht vor möglichen Nachteilen will die bekennende Muslimin und Realschullehrerin ihren Namen nicht veröffentlicht sehen. Denn ob sie selbst, die kein Kopftuch trägt, den Gestellungsvertrag durch den Beirat erhielte, erscheine ihr zumindest fraglich. „Ich mache mir große Sorgen.“ Diese Leute, sagt sie mit Blick auf die Vertreter der konservativen Verbände, sähen den Koran wie ein Regelwerk und nicht wie eine Offenbarung.
Dass Verbandsvertreter künftig über eine Schulpraxis mitreden sollten, von der sie keine Ahnung hätten, empört auch den erfahrenen Pädagogen Bernd Ridwan Bauknecht. „Keiner von denen hat bisher einen Islamkunde-Unterricht besucht“, sagt er. „Die wissen nicht, was in der Schule abgeht.“ Außerdem seien neue Lehrpläne nicht nötig.
Die Curricula der Islamkunde könnten ohne Abstriche für einen künftigen Religionsunterricht übernommen werden, findet er. „Denn Ziel einer islamischen Religionspädagogik kann nicht die Erziehung zum Glauben sein.“ Religionsunterricht müsse als Erfahrungsraum erlebt werden. So erzählen die Lehrer, die teils seit Jahren das Fach unterrichten, dass sich fast 90 Prozent der Themen im Islamkunde-Unterricht um die Frage drehe, was Sünde sei und was nicht. Das sei es, was die jungen Menschen bewege, die oft in einem Spannungsfeld zwischen Tradition, strenger Religiosität und modernem Umfeld stünden.
„Aber es geht nicht darum, was man darf und was man nicht darf“, sagt seine Kollegin aus Krefeld.
„Es geht um eine offene Pädagogik, in der die Erziehung zu eigener Verantwortung im Vordergrund steht.“
Und deshalb erteile sie zum Beispiel auch keinen Rat, das Kopftuch zu tragen oder nicht. Das sei keine Regel und deshalb eben nicht wie bei der Anschnallpflicht im Auto. Es sei eine Frage der Interpretation. Und die müsse im Unterricht offen bleiben, wolle man die jungen Leute zu selbstständigen und toleranten Menschen erziehen. Und auch die Frage, darf ich einen Freund vor der Ehe haben, sei nicht von ihr zu beantworten. „Bei Schülern einer Klasse 11 kann Verantwortung dann auch Verhütung heißen“, sagt der Muslim Bauknecht.
Was von dieser Pädagogik bei einem von den Alt-Verbänden dominierten ordentlichen Schulfach Religion übrig bliebe, ist nun die Frage. Die notwendige Debatte über eine zeitgemäße, historisch-kritische Interpretation des Koran wird von ihnen jedenfalls nicht geführt. Dafür aber zunehmend von jungen Wissenschaftlern und Theologen an den mittlerweile vier Zentren für Islamstudien in Deutschland, wo auch die künftigen Lehrer ausgebildet werden.
Die Landesregierung nun baut darauf, dass man sich mit den Alt-Verbänden bei der Besetzung des Beirats schon einig würde, auch über die Berufung progressiver Leute. Und wo sollen so schnell all die Lehrer für einen flächendeckenden Unterricht herkommen? Bis genug Absolventen bereitstehen, wird es dauern. Imame, da hat sich Schulministerin Sylvia Löhrmann bei einer Podiumsdiskussion des „Kölner Stadt-Anzeiger“ schon festgelegt, werden jedenfalls nicht in die Bresche springen.
Das Ministerium äußerte sich am Freitag nicht zu dem Brief. Es verwies lediglich auf die Anhörung zum Thema, die für September im Landtag vorgesehen ist.
Mein Kommentar zur dem Zeitungsartikel des Kölner Stadtanzeigers:
Ich möchte nicht, das irgendein Staat sich in unsere Lehrpläne einschaltet, wir haben genügend Menschen, die nicht staatlich gelenkt sind, die durchaus in der Lage sind, den Inhalt des Religionsunterrichts zu gestalten und zu entscheiden, wer als Lehrkraft oder wer an dem Beirat teilnehmen darf. Es darf nicht dazu kommen, dass nur die 4 Verbände das Sagen bekommen. Dass ist verheerend.
Man sieht es daran, was die „DITIB“ für Imame nach Deutschland geschickt hat. Die, die ich kennen gelernt habe, können kein deutsch, teils haben sie nur 3 Monate Vorbereitung bekommen um nun 5 Jahre hier das religiöse Leben zu gestalten. Sie haben immer noch nicht begriffen, dass das den Zusammenhalt und den Dialog nicht fördert, gut finde ich das die Landesregierung ausschließt, dass diese Imame Religionsunterricht in den Schulen geben dürfen.
Fazit: Ich bin dagegen, dass ein Staat hier das Sagen bekommt, was Kinder hier in Deutschland gelehrt bekommen.
http://www.muslime-in-niederkassel.de
Kommentar:
Hallo an alle, ich habe nicht die Zeit, weiter eine Diskussion zu führen, dass sollten wir an anderer Stelle machen. Vielleicht eröffnet ihr einen Dialog mit dem Verantwortlichen des LiB e.V., da seid ihr sicher richtiger. Wie gesagt, mir fehlt die Zeit, und ich entschuldige mich, dass ich es vorher nicht angekündigt habe.
Wünsche Euch eine schöne Zeit.